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"Deutscher Nobelpreis" ging nach Frankfurt

Auch Marburger und Gießener Wissenschaftler geehrt

Gleich drei von zehn Leibniz-Preisen gehen nach Hessen. Wissenschaftsministerin Angela Dorn gratuliert Prof. Dr. Tobias Erb (Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, Marburg), Prof. Dr. Moritz Helmstaedter (Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt) und Prof. Dr. Peter R. Schreiner (Justus-Liebig-Universität Gießen) herzlich zur Auszeichnung mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Der auch „deutscher Nobelpreis“ genannte bedeutendste Wissenschaftspreis der Bundesrepublik ist mit Forschungsmitteln in Höhe von jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro verbunden. Aus insgesamt 152 Nominierten hatte die DFG in einem zweistufigen Prozess die zehn in besonderer Weise herausragenden Wissenschaftler ausgewählt.

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter (geboren 1978) folgte 2014 einem Ruf als Direktor an das Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt. Durch seine neurowissenschaftliche Forschung ist es ihm gelungen, Prinzipien der Hirnorganisation in bislang einzigartigem Detail und in neuartiger Systematik zu entschlüsseln. Für seine Arbeiten, die zu einem grundlegend neuen Verständnis der dreidimensionalen Organisation und Funktion von Schaltkreisen des Gehirns geführt haben, erhält er nun den Leibniz-Preis 2024. Moritz Helmstaedter hat sich auch der gesellschaftlichen Bedeutung der neurowissenschaftlichen Hirnforschung angenommen, die Fragen von Bewusstsein, Persönlichkeit und Menschsein berührt. Er ist das erste und bislang einzige Mitglied aus dem Bereich der Naturwissenschaften im Auswahlgremium des Friedenspreises des deutschen Buchhandels.

Das Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm soll die Arbeitsbedingungen und Forschungsmöglichkeiten exzellenter Wissenschaftler verbessern, sie von administrativem Arbeitsaufwand entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler zu erleichtern. Dazu kann ihnen für sieben Jahren eine individuelle Preissumme von bis zu 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.