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Letzte Aktualisierung: 19.10.2020

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"Becher-Schule" und Naturgeschichte in der Stadtgalerie Bad Soden

von Adolf Albus

(05.10.2020) Die Ausstellung „Becher-Schule" und Naturgeschichte deutet die Arbeiten von sieben Fotografen aus dem Umfeld der Becher-Schule. Sie sind als Kommentar zur Idee der Naturgeschichte der Kritischen Theorie zu verstehen, um die gegenwärtige Diskussion um unsere „Ankunft im Anthropozän" zu problematisieren.

Gemeint ist damit, dass wir in unserer Gegenwart in ein Zeitalter treten, in dem der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor auf der Erde geworden ist. Dabei wird außen vorgelassen, dass es sich um keinen Dauerzustand handelt, sondern ein krisenhaftes Vorstadium der Klimakatastrophe darstellt. Ob im Ruhrgebiet, in Island, in unserer Nachbarschaft, im Indianer-Reservat oder in Sibirien: Auch die zweite Generation der Becher-Schule bleibt der dokumentarischen Tradition treu und zeigt die Spuren, die wir durch unsere Zivilisation und Lebensweise hinterlassen.


Zu sehen sind diese Fotografien von Samstag, 03. Oktober 2020, bis Sonntag, 01. November 2020, in der Stadtgalerie im Badehaus. In der Ausstellung präsentieren sieben Fotografen aus der so genannten Becher-Schule von Hilla und Bernd Becher ihre Arbeiten, in denen sie die Idee der Naturgeschichte und die Ankunft des Menschen im Anthropozän problematisieren. Es stellen aus: Marianne Kapfer, Susanne Brodhage, Laurenz Berges, Götz Diergarten, Matthias Koch, Max Becher und Andrea Robins. Hilla (1934-2015) und Bernd Becher (1931-2007) erwarben als Künstlerpaar mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografien von Fachwerkhäusern und Industriebauten wie Fördertürmen, Hochöfen, Kohlebunkern und Fabrikhallen internationales Renommee als Fotografen. Sie begründeten die bekannte Düsseldorfer Fotoschule. Nach dem Tod von Bernd Becher führte Hilla Becher die fotokünstlerische Arbeit auch mit neueren Arbeiten fort.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Mittwoch und Samstag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie sonntags von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 03. Oktober 2020, um 15:00 Uhr. Besucher werden gebeten, die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.