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Letzte Aktualisierung: 06.12.2022

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 Unternehmensbesuche im Hochtaunuskreis durch das Präsidium der IHK Frankfurt

von Ilse Romahn

(21.11.2022)  Im Rahmen der jährlich stattfindenden „IHK-Kreisbereisung“ haben Mitglieder des Präsidiums und der Geschäftsführung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main gemeinsam mit Vertretern der Politik die IHK-Mitgliedsunternehmen Spang & Brands GmbH in Friedrichsdorf und die tec5 AG in Steinbach besucht.

Die Spang & Brands GmbH ist ein familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich der Medizintechnik mit rund 160 Mitarbeitern. Die tec5 AG ist ein international tätiges Unternehmen, das sich seit 1993 auf die Entwicklung und Herstellung von Elektroniken und optischen Sensoren für die spektrale Messtechnik spezialisiert hat.

Die Erkenntnisse aus den beiden Unternehmensbesuchen fasst Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zusammen: „Im IHK-Bezirk gibt es eine Reihe von erfolgreichen innovativen Unternehmen, die verantwortlich für das Wachstum und die Prosperität der Region sind. Aber unsere Mitgliedsunternehmen stehen auch vor Herausforderungen: Der Fachkräftemangel setzt unseren Unternehmen zu. Aktuell fehlen den Betrieben im IHK-Bezirk derzeit 55.000 Fachkräfte – bis zum Jahr 2030 wird ein weiterer Anstieg auf 98.000 Personen prognostiziert. Trotz der zuletzt verstärkten Bautätigkeit fehlen im IHK-Bezirk bis zum Jahr 2030 fast 140.000 Wohnungen. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie unter anderem dem anhaltenden Rohstoffmangel, der stark anziehenden Hypothekenzinsen und Baukosten ist die Erwartung, dass das Hoch der Neubautätigkeit der letzten Jahre einbrechen wird.“ IHK-Präsident Caspar appelliert daher an die Kommunen, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, dem Fachkräftemangel im IHK-Bezirk zu begegnen: „Wir brauchen dringend mehr beziehbaren Wohnraum. Finden die dringend benötigten Fachkräfte bei uns keinen Wohnraum oder ist der schlicht nicht bezahlbar, wenden sie sich anderen Regionen zu. Das schwächt unsere Mitgliedsunternehmen und letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Die Schaffung von Wohnraum und die Ausweisung von Bauland ist deswegen ein Projekt aller Kommunen im Kammerbezirk, um ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort zu bleiben. Darüber hinaus sollten auch Gewerbeflächen bereitgestellt werden, damit die Unternehmen vor Ort ausreichend Wachstumsmöglichkeiten haben. “

Caspar lobt daher den konstruktiven Austausch zu diesen Themen zwischen den bei der Kreisbereisung anwesenden politischen Vertretern Landrat Ulrich Krebs sowie den Bürgermeistern Steffen Bonk aus Steinbach und Lars Keitel aus Friedrichsdorf, den Unternehmensvertretern und den Vertretern der IHK Frankfurt am Main und betont die Notwendigkeit, dass Wirtschaft und Politik hier gemeinsam an einem Strang ziehen. Lobend hob der IHK-Präsident das neue Gewerbegebiet „Im Gründchen / Am Bahnhof 1. BA“ in Steinbach hervor, in dem sich innerhalb weniger Jahre mehrere marktführende Hightech-Unternehmen angesiedelt haben – unter anderem das bei der Kreisbereisung besuchte Unternehmen tec5 AG mit einem campusartig angeordneten Komplex aus Produktion, Lagerhalle und Labor.

Das IHK-Präsidium wurde bei der Kreisbereisung neben dem Präsidenten auch durch Klaus-Stefan Ruoff, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main, und Andrea Eckert, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt, vertreten. Die IHK-Kreisbereisung findet jährlich abwechselnd in den zum IHK-Bezirk Frankfurt am Main gehörenden Landkreisen Hochtaunus und Main-Taunus statt.