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Letzte Aktualisierung: 25.05.2020

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‘Gast‘-Arbeit: Ein Migrationsexperiment mit unerwartetem Ausgang

Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

von Ilse Romahn

(10.03.2020) Am Montag, 16. März, spricht der Historiker Ernst Karpf über „‚Gast‘-Arbeit: Ein Migrationsexperiment mit unerwartetem Ausgang“.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“. Die Ausstellung zeichnet ein facettenreiches Bild der 1960er Jahre und ist bis zum 8. November im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster zu sehen.

1960 begann mit der organisierten Anwerbung ausländischer Arbeiter aus dem Süden Europas und der Türkei eine Einwanderungsgeschichte, deren Dynamik die deutsche Gesellschaft und Politik anfangs unterschätzte. Die Planung als „Gastarbeit“ erwies sich schnell als Irreführung, denn viele der Gastarbeiter blieben dauerhaft und holten ihre Familien nach. Sie hatten Mühe, in Frankfurt Wohnraum zu finden, litten unter der Sprachbarriere und die Integration ihrer Kinder in Kindergärten und Schulen verlief zunächst konzeptlos. Für die sich neu gestaltende soziale Realität mussten die Beteiligten auch in Frankfurt erst mühsam ein Bewusstsein entwickeln. Karpf zeigt in seinem Vortrag, welche Konflikte und sozialen Problemlagen, aber auch positive Entwicklungen mit der Migration in den 1960er Jahren in Frankfurt einhergingen und wie sich erst ganz allmählich Konzepte für die Betreuung der neuen Einwohner entwickelten.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de (ffm)