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Letzte Aktualisierung: 23.02.2024

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„Zwischen Masochismus und Idiotie“

Auszug aus dem Buch „Aus der Zeit gefallen?“

von Norbert Dörholt

(01.12.2023) Unter dem Titel „Aus der Zeit gefallen?“ kommentieren in ihrem Buch Vertreter von drei Generationen die beherrschenden Themen dieser Zeit. Themen sind die fragwürdige Klima- und Energiepolitik, die regulierungswütige Europäische Union, die Flüchtlings- und Migrationsproblematik sowie die verbissene Political Correctness mit Genderzwang. Das Buch zu lesen ist zu empfehlen – wir haben es kürzlich vorgestellt – und veröffentlichen nun nach und nach einige Leseproben daraus.

Die 25 Euro für dieses Buch wären Fall gut angelegt.
Foto: Foto: Foto: Umschlaggestaltung: Sibylle Schug, Umschlagmotive: oben privat, unten IMAGO/Eibner Europa
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Die drei Autoren sind hochkarätig: Der bewunderungswürdige Jürgen Großmann (Baujahr 1952), vormals neben tausend wichtigen anderen Funktionen Vorstandsvorsitzender der RWE AG, ferner der promovierte Orthopäde Dominik Pförringer, geboren 1980, und, keineswegs Quotenfrau, sondern ein Gewinn für die Gesellschaft, der Embryo unter den Dreien mit dem Geburtstag 1998, Franca Bauernfeind, bekannt geworden als Bundesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten RCDS und Mitglied im CDU-Bundesvorstand.

Diese drei Generationen also fühlen sich momentan „aus der Zeit gefallen“ – und empfinden dies als durchaus positiv. Sie stellen sich gemeinsam und jeder für sich den oben genannten beherrschenden Themen mit gesundem Menschenverstand und auch mit Humor, was das Lesen vergnüglicher macht. Hier eine Leseprobe von Dominik Pförringer mit einem Ausschnitt aus seinem Beitrag zum Thema „Klimaschutz – ein lukratives Missverständnis“:

„Seit jeher und bis heute verstehe ich den Begriff der Industriealisierung als ein Synonym des Fortschritts, als Motor der Innovation und damit als Zukunftsbereiter. Das hat viel Wohlstand erst möglich gemacht. Nun befinden wir uns an einem Wendepunkt – all das wird in Frage gestellt und sehr leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Idealisten, Ideologen, Phantasten und Traumtänzer sind an einigen Orten vorübergehend am Steuerstand und bewegen das Land weiter und weiter weg aus den Regionen der Wirtschaftlichkeit hin in Richtung Utopia und Unwirklichkeit. Der Weckruf wird kommen, wenn die breite Masse erst einmal begriffen hat, was der Horror der Desindustriealisierung wirklich für den Einzelnen bedeuten kann und wird.

Die ökonomische Unabhängigkeit, die Eigenständigkeit und der wissenschaftliche Fortschritt sind Resultate aus dem Erfolg der deutschen Industrie, aus den starken Rahmenbedingungen eines liberalen Deutschlands. Frei nach dem Motto ´So wenig Kontrolle wie möglich, so viel Regulation wie nötig´ hatte das Land die adäquaten Leitplanken für den kontinuierlichen Aufschwung und die Weiterentwicklung des Landes geschaffen. Der Standort Deutschland wirkt derzeit bemüht, die Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen, für Produktivität und die künftige Sicherstellung von Freiheit und Unabhängigkeit ohne Not abschaffen zu wollen. Solch ein Verhalten stufe ich zwischen Masochismus und Idiotie ein. Durch das perfide getarnte Feigenblatt der sogenannten Klimapolitik wird die Verstaatlichung gefördert und die Freiräume des Einzelnen werden zunehmend reduziert.

Was wir sprachlich derzeit erleben, eine zunehmende Einschränkung und Komplexifizierung durch neue Regeln und Logiken, ist die rhetorisch-verbale Begleiterscheinung oder auch die Symbolik für die bereits begonnene Umsetzung einer gefährlich industriefeindlichen Politik. Einige, wenige Ideologen vergehen sich am Wohl der breiten Masse.

Jene grün-ideologischen Ideen sind keinesfalls im Arbeitermilieu geschweige denn auf wissenschaftlichem Fundament entstanden. Es handelt sich weder um Logik noch um wohldurchdachte Strategien, vielmehr um die Konsequenz dessen, was geschieht, wenn ein Land sich eine völlig unerfahrene und gänzlich unausgebildete Mannschaft ins Kabginett wählt. Kinderbücher sind schön und wichtig, jedoch bedienen sie meist andere Bedürfnisse als das, was beispielsweise ein produzierender Mittelständler an Rahmenbedingungen und Anhaltspunkten für erfolgreiches Wirtschaften im Interesse der Zukunft seines Landes und seines Ladens benötigt.“