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Letzte Aktualisierung: 24.04.2024

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„Traumladen“ für ältere Menschen

Beispiel für eine Versorgung in einem Dorf im Rheingau

von Karl-Heinz Stier

(10.03.2023) Europaministerin Lucia Puttrich hat den „Traumladen“ in Lorch-Ransel besucht. Der Traumladen ist ein Dorfladen, der nicht nur ortsnah Lebensmittel anbietet, sondern explizit auch das Ziel hat, die Versorgungsinfrastruktur für ältere Menschen im ländlichen Raum zu stärken.

Europaministerin Puttrich informiert sich über ein „Traumladen" in einem Dorf im Rheingau
Foto: Staatskanzlei in Wiesbaden
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Vor Ort sprach die Staatsministerin mit der Besitzerin des Dorfladens, Angelika Justen, über ihre Beweggründe und darüber, wie die Idee ihres Traumladens angenommen wird. Die Eröffnung des Ladens wurde mit Mitteln des LEADER Programms in Höhe von 54.666 Euro unterstützt.

„Selbstbestimmt leben im Alter – das ist ein Thema, das uns alle angeht. Wir stehen in der Verantwortung, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger bis ins hohe Alter in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Gerade im ländlichen Raum ist dies noch allzu oft eine Herausforderung – ganz gleich, ob es um den Besuch beim Hausarzt, die Versorgung mit Lebensmitteln oder die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr geht. Die Aufgaben sind immens und die Handlungsfelder breit gefächert“, so Lucia Puttrich während ihres Besuches.

„Wie man diese Herausforderungen angehen kann, zeigt der „Traumladen“ in Lorch-Ransel. Auch hier in Ransel und Wollmerschied gab es keine Möglichkeit mehr, vor Ort Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen. Ein Zustand, der gerade für viele ältere Menschen sehr beschwerlich war. Mit der Eröffnung des „Traumladens“ hat sich Frau Justen, sich nicht nur buchstäblich ihren Traum vom eigenen Dorfladen erfüllt. Sie sicherte auch die Grundversorgung der Menschen vor Ort und bietet ein breit gefächertes Sortiment an Lebensmitteln, viele davon aus regionalem Anbau.

Der „Traumladen“ ist ein echtes Erfolgsprojekt und längst zu einem sozialen Treffpunkt geworden. Hier tauscht man sich aus, hier trifft man sich und hier werden soziale Bindungen aufrechterhalten. Das stärkt die Dorfgemeinschaft. Diese Idee wurde mit europäischen Mitteln des LEADER-Programms umgesetzt .

Unter dem Motto „Alter besser machen“ nimmt die  Landesregierung bei ihrer Aktionswoche vom 6. bis 10. März 2023 die altersfreundliche Gesellschaft in den Blickpunkt. Gesundheit, Wohnen, Teilhabe, Mobilität – eine Politik für ein gutes Leben im Alter umfasst viele Aspekte..

Alle Informationen zur Aktionswoche unter www.alterbessermachen.de