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Letzte Aktualisierung: 19.02.2020

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„Tag der Kinderhospizarbeit“ am 10. Februar

von Ilse Romahn

(06.02.2020) Kinderhospizdienst zeigt den Film „Unzertrennlich. Leben mit behinderten und lebensverkürzt erkrankten Geschwistern“ im Kino Orfeos Erben

Flyer
Foto: www.akhd-frankfurt.de
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Am Montag, 10. Februar 2020, wird der diesjährige bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“ begangen. An diesem Tag wird auf die Situation von lebensverkürzt erkrankten Kindern, Jugendlichen und junger Erwachsener und deren Familien aufmerksam gemacht.

Vor 30 Jahren wurde am 10. Februar 1990 der „Deutsche Kinderhospizverein e.V.“ von betroffenen Familien gegründet, der dann die Kinderhospizarbeit in Deutschland maßgeblich mit vorangetrieben hat. Als Trägerverein hat der Deutsche Kinderhospizverein heute rund 25 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste in ganz Deutschland, die vor Ort Familien im Alltag unterstützen.

In Frankfurt möchte der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) Frankfurt/Rhein-Main den bundesweiten „Tag der Kinderhospizarbeit“ nutzen, um besonders auf die Situation von Geschwistern von lebensverkürzt erkrankten Kindern aufmerksam zu machen. Im Kino „Orfeos Erben“, Hamburger Allee 45, Frankfurt, wird am Montag, 10.2.2020, um 18.00h der Dokumentarfilm von Frauke Lodders gezeigt: „Unzertrennlich. Leben mit behinderten und lebensverkürzt erkrankten Geschwistern“. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es eine Podiumsdiskussion mit Zoé Rothmann (Frankfurter Kinderbüro), Dr. Klaus Siegler (Psychoonkologe) und betroffenen Eltern. Das Kino bittet um Kartenreservierung (Eintritt 8 €) unter: reservierung@orfeos.de oder Tel. (069)70769100.

Der AKHD Frankfurt/Rhein-Main begleitet Kinder und Jugendliche, die lebensverkürzend oder lebensbedrohlich erkrankt sind. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen unterstützen und entlasten die gesamte Familie im häuslichen Umfeld. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen haben für ihre Aufgabe einen 100stündigen qualifizierten Vorbereitungskurs absolviert. Ihre Kernaufgabe liegt in der alltagspraktischen Unterstützung und Entlastung, der Förderung der Selbsthilfe sowie der Schaffung von Gesprächsangeboten. 

Zeichen der Verbundenheit am „Tag der Kinderhospizarbeit“ ist das grüne Band der Solidarität. Am 1o.o2. sind die Menschen aufgerufen, die grünen Bänder der Solidarität z. B. an Fenstern, Autos, Bäumen u.v.m. zu befestigen. Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden. Im Frankfurter Dienst, der 2006 eröffnet wurde, werden aktuell 38 Familien begleitet. Die rund 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sind in der Begleitung, der Öffentlichkeitsarbeit und im Büro im Einsatz. Die betroffenen Familien wohnen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Das Angebot ist für die Familien kostenfrei. Der Dienst finanziert sich überwiegend durch Spenden. Der AKHD Frankfurt/Rhein-Main ist einer von über 25 Diensten des Deutschen Kinderhospizverein e.V. mit Sitz in Olpe (NRW). Der DKHV begeht dieses Jahr sein 30jähriges Jubiläum mit einem Fest in Olpe. Auch in Frankfurt wird es am 12. September 2020 einen Radkorso für Betroffene, Unterstützer und Interessierte unter dem Motto „Mittendrin. Auf Zeit. Leben“ zum 30. Geburtstag des Vereins geben, um auf die Situation lebensverkürzt erkrankter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener und ihrer Familien hinzuweisen.

www.akhd-frankfurt.de