„Plastikpest bekämpft man nicht mit Symbolpolitik“
Zur europäischen Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft
„Die Kunststoffstrategie nimmt sich eines augenscheinlichen Problems an: Viel zu viel Plastikmüll landet in der Umwelt – sei es in unseren Weltmeeren oder unseren Böden. Die Wiederverwendung und das Recycling von Plastik sind sehr gering. Weniger als 30 Prozent unseres Plastikabfalls werden recycelt. Über ein Drittel unserer Plastikabfälle landet auf Müllhalden oder wird verbrannt.“
Plastik von vornherein zu vermeiden sei daher besser als Plastik wiederzuverwenden, zumal nicht jeder Kunststoff recycelt werden könne. Wenn aber schon Plastik, dann müsss dieses frei von gesundheitsschädigenden Stoffen, wie beispielsweise hormonverändernden Stoffen, sein. Auch das umwelt- und gesundheitszerstörende Mikroplastik müsse schnellstens aus Kosmetika und Reinigungsprodukten herausgenommen werden. Ebenso müssten Wegwerfartikel aus Plastik wie Picknickbesteck oder Strohhalme aus dem Verkehr gezogen bzw. durch ökologischere Varianten ersetzt werden.
Häusling: „Der entsprechende Vorschlag der Europäischen Kommission, bestimmtes Einweg-Plastik zu verbieten, geht aber noch lange nicht weit genug. Statt symbolträchtig zehn Produkte zu verbieten, brauchen wir einen Mix aus Regulierungen, Steuern und kreativen Alternativen, um der Plastikpest Herr zu werden.“
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