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Letzte Aktualisierung: 24.05.2024

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„Mehr Unterstützung für Straßenfeste!“

Frankfurter CDU-Vorsitzender appelliert an Stadtverwaltung

von Norbert Dörholt

(22.05.2023) Der Kreisvorsitzende der CDU Frankfurt, Dr. Nils Kößler, spricht sich für ein deutlich stärkeres Engagement der Stadt bei der Unterstützung gefährdeter Straßen- und Stadtteilfeste aus: „Unsere Feste sind ein wichtiger Teil der Stadtkultur und nach wie vor sehr beliebt“, sagte Kößler. „Wenn ihnen jetzt die Luft ausgeht, darf die Politik nicht tatenlos zusehen!“

Dr. Kößler kritisiert, dass der Ampel-Koalition im Römer die Entwicklung der Frankfurter Straßenfeste egal sei: „Den massiven Problemen der Organisatoren durch die steigenden Kosten stehen die Grünen und ihre Partner ausgesprochen passiv gegenüber. Von Empathie und Wertschätzung keine Spur!“, zeigt er sich enttäuscht. „Dabei müsste die Stadt gerade an der Seite der Vereine und der engagierten Menschen stehen.“

Der Christdemokrat sieht in der Absage des Schweizer-Straße-Fests in diesem Jahr einen klaren Hilferuf und eine deutliche Warnung. Gleiches gelte für die Diskussion um den Christopher Street Day (CSD): „Der CSD stand aus finanziellen Gründen kurz vor dem Scheitern. Das hätte nicht nur viele Beteiligte und Gäste enttäuscht, sondern auch dem Ruf unserer liberalen Stadt erheblich geschadet“, so der CDU-Politiker. „Aber die Schlange der Feste mit akuten Problemen ist lang, ob es sich nun um das Fest auf der Berger Straße oder die Sommerwerft am Main handelt. Auch die Fastnachtsumzüge haben zu kämpfen. Es kann nicht sein, dass die Organisatoren mit den stark gestiegenen Ausgaben von der Stadtregierung ganz allein gelassen werden. Denn wenn die Feste erst mal gestorben sind, ist das ein Verlust für die ganze Stadt!“

Kößler macht als Ursachen der höheren Kosten nicht nur die Sicherheitsauflagen zur Gefahrenabwehr aus: „Die Gebühren für Abfall und Straßenreinigung sind ebenso eine Belastung wie die allgemein stark gestiegenen Kosten für Personal, Energie und Logistik. Das trifft zwar grundsätzlich alle Verbraucher, führt bei den Straßen- und Stadtteilfesten aber zur Existenzfrage“. Die Stadtregierung sei in der Pflicht, diese Frankfurter Traditionen aufrecht zu erhalten, zumal es sich nicht um exorbitante Beträge handle.

Der CDU-Vorsitzende betonte, dass seine Partei im Gegensatz zur Römer-Koalition den Festen in Frankfurt einen hohen Wert beimesse und diese nachhaltig fördern wolle. Er  plädierte in diesem Zusammenhang für ein Altstadtfest, das die neue Altstadt sowie die damit verbundene Aufbauleistung verstärkt in den Blick rücken und einmal jährlich ins Gedächtnis rufen solle.