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Letzte Aktualisierung: 12.08.2020

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„Mainwasen ist für Schulbau Tabu"

Sportkreisvorsitzender pocht auf Sportanlage am Standort / Zuspruch von Landessportbund-Präsident Dr. Rolf Müller

von Ilse Romahn

(16.07.2020) Der Sportkreisvorsitzende Roland Frischkorn bleibt dabei, dass die Sportanlage Mainwasen an aktueller Stelle erhalten bleiben muss.

Anstatt das Gelände für einen Neubau der Europäischen Schule vorzusehen, hatte der Sportkreis erst im Mai dafür plädiert, es angesichts der wachsenden Stadt zu einem „Sportpark Süd" zu entwickeln, um mehr Angebote für Kinder, Jugendliche und Ältere umsetzen zu können und das Areal möglichst vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern zu öffnen.

„Der Sport ist bereits Teil der Mainwasen und kann nicht für den Bau einer Schule verwendet werden. Wenn dort gebaut werden sollte, dann bitte im Sinne des Sports und der ansässigen Vereine", so Frischkorn, der sich unter anderem eine Dreifeld-Halle vorstellen kann. Der Sportkreisvorsitzende verweist darauf, dass der jetzige Standort als einer der wenigen die Innenstadt, das Ostend und Sachsenhausen bediene. Für Plätze, die derzeit als Alternative im Gespräch seien, gebe es darüber hinaus keine Sicherheit. Frischkorn stellt auch in Frage, ob der ansässige SV 1894 Sachsenhausen seine mehrfach ausgezeichneten inklusiven Fußballprojekte an anderer Stelle ohne weiteres fortführen könnte.

Der Landessportbund Hessen unterstützt diese Position. Präsident Dr. Rolf Müller warnt: „Wenn die verfügbaren Flächen für Sport und Bewegung in der Stadt weiter schrumpfen, sind negative Auswirkungen vorprogrammiert." Gerade der Standort Mainwasen sei wichtig, weil er wohnortnahen Sport ermögliche und damit die physische, psychische und soziale Gesundheit der Stadtgesellschaft fördere. „Alternative Lösungen müssen deshalb zwangsläufig mit einer Verbesserung verbunden sein, auf die sich alle Akteure auch verlassen können", fordert er.

In Zeiten der Corona-Pandemie sei es weiterhin besonders wichtig, Sport- und Bewegungsangebote aufrechtzuerhalten, um deren Beitrag zur Gesundheit zu sichern, ergänzt Frischkorn. Er verweist auf die neue Kooperation von Internationalem Olympischem Komitee (IOC), der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Vereinten Nationen, die im Kampf gegen das Coronavirus verstärkt auf Sport und Körperliche Aktivität setzen. „Sportflächen in Frage zu stellen, kann auch vor diesem Hintergrund nicht der Weg sein".