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Letzte Aktualisierung: 12.08.2022

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„Langfristige Perspektive für die Schulbegleiter“

Main-Taunus-Kreis und DGT einigen sich auf neue Verträge

von Adolf Albus

(01.08.2022) Der Main-Taunus-Kreis hat mit der Dienstleistungs-Gesellschaft Taunus gGmbH (DGT) die Konditionen für die Teilhabeassistenz neu verhandelt. Damit ist nach Angaben der Kreisbeigeordneten Axel Fink und Johannes Baron, Aufsichtsratsvorsitzender der DGT, eine unterbrechungsfreie Weiterbeschäftigung der Schulbegleiter möglich.

„Besonders im Bereich Inklusion kommt es auf personelle Kontinuität an“, betont Baron. „Deshalb ist es uns wichtig, den Schulbegleitern bei uns im MTK langfristige Perspektiven anbieten zu können.“

Mehr als 200 Teilhabeassistentinnen und -assistenten sind mit befristeten Arbeitsverträgen, die zu Ende Juli auslaufen, bei der DGT beschäftigt. Für den Abschluss neuer Verträge wurden unter anderem aufgrund eines Einnahmedefizits Veränderungen in Erwägung gezogen – etwa der Vorschlag, die neuen Arbeitsverträge erst nach den Sommerferien beginnen zu lassen. Dies hatte zu einer öffentlichen Diskussion geführt. „Das Jugendamt hat kurzfristig vertragliche Neuverhandlungen mit der DGT aufgenommen“, so Jugenddezernent Fink. „So konnte schnell eine gute Lösung für die befristet angestellten Schulbegleiter gefunden werden, ganz so, wie wir es im Kreistag Anfang Juli zugesagt haben.“

Vorübergehend werden die bestehenden Arbeitsverträge der Teilhabeassistentinnen und -assistenten um einen Monat verlängert, um die Ferienzeit abzudecken. Zum 1. September sollen die Schulbegleiter im MTK, die seit mehr als einem Jahr für die DGT arbeiten, dann unbefristete Verträge erhalten; die neuen Arbeitsverträge sind gerade in Arbeit. Der Main-Taunus-Kreis soll dafür künftig höhere Entgeltsätze für die Leistungen der DGT zahlen. Bleiben die Fallzahlen konstant, in denen das Jugend- und das Sozialamt Teilhabeassistenten buchen, entstehen dem Kreis hierdurch Mehrkosten in Höhe von geschätzten 835.000 Euro.

Die Dienstleistungs-Gesellschaft Taunus gGmbH wurde 1999 gegründet mit dem Ziel, einen dauerhaften Beitrag zur Teilhabe behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen an der Gesellschaft zu leisten, insbesondere in den Lebensbereichen Schule und Arbeit. Alleiniger Gesellschafter der DGT ist der Main-Taunus-Kreis. An Regel- und Förderschulen, in Schulkindbetreuungen und Horten im Main-Taunus-Kreis, in Frankfurt sowie in der Stadt Rüsselsheim werden über 300 Schülerinnen und Schüler von Teilhabeassistentinnen und -assistenten der DGT unterstützt.