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Letzte Aktualisierung: 27.05.2022

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„Klares Signal für eine allgemeine Impfpflicht“

bpa fordert Entscheidung innerhalb von vier Wochen

von Karl-Heinz Stier

(17.01.2022) Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer: „Sollte nichts passieren, droht ansonsten ein weiterer Personalverlust in der Pflege und eine Gefährdung der pflegerischen Versorgung“.

Für die allermeisten Pflegekräfte wäre es eine Selbstverständlichkeit, sich zum Schutz der Pflegebedürftigen und der eigenen Gesundheit impfen zu lassen. Sie fühlen sich durch die einrichtungsbezogene Impfpflicht stigmatisiert und wenig wertgeschätzt. Das Ziel dieser Impfpflicht, insbesondere die pflegebedürftigen Menschen vor schweren Erkrankungen zu schützen, laufe  ins Leere, wenn Bewohner, Besucher und der Rest der Bevölkerung ungeimpft blieben.

Durch die einrichtungsbezogene Pflicht allein werden sich nicht alle Pflegekräfte von einer Impfung überzeugen lassen. Angesichts der ohnehin knapp bemessenen Personalkontingente und der pandemiebedingt hohen Belastungssituationen und Krankenstände in Pflegeeinrichtungen erschwere jede einzelne Pflegekraft, die der Pflege den Rücken kehrt, die Sicherstellung der Versorgung von Pflegebedürftigen.