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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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„Gut gedacht ist nicht gut gemacht“

CDU zu Radfahrstreifen auf der Friedberger Landstraße

von Norbert Dörholt

(09.09.2020) Die Einführung der Fahrradstreifen auf der Friedberger Landstraße hat auch Einfluss auf die Straßenbahnen und Buslinien. Dort verkehren die stark frequentierte Straßenbahnlinien 12 und 18 sowie die Buslinie 30, die durch die Veränderung beeinträchtigt werden.

In der Hauptverkehrszeit fahren in diesem Abschnitt 14 Straßenbahnen und sechs Busse pro Stunde und Richtung. Tagtäglich nutzen über 30.000 Personen auf dem Abschnitt zwischen Konstablerwache und Friedberger Platz diese Linien. Nach Planungen des Verkehrsdezernates soll in Zukunft noch eine weitere Straßenbahnlinie zur Friedberger Warte verkehren.

Der Vorsitzende des Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU, Frank Nagel, kritisiert die bisherige Umsetzung: „Wenn nun die Situation zu Fahrzeitverlängerungen bei den Bussen und Bahnen führt, kann die Mobilitätswende nicht gelingen. Die ersten Tage nach Einführung der Fahrradstreifen zeigen, dass sich im Berufsverkehr in der Hauptrichtung die Fahrzeit auf den Linien jeweils um ein bis zwei Minuten verlängert. Dies darf auf keinen Fall so bleiben!“

Die Busse und Bahnen dürften nicht ausgebremst werden. Mit solchen Effekten würden die mit Geld des Bundes geförderten Beschleunigungsprogramme für die Linien 12 und 36 konterkariert. Wenn es wie auf der Friedberger zu Fahrzeitverlängerungen und sogar zu einem Fahrzeugmehrbedarf komme oder die Einsparung von Fahrzeugen nicht umgesetzt werden könne, dann sei dies nicht hinnehmbar.

Nagel: „Nachdem die Sicherheit der Fahrradfahrenden verbessert wurde, ist nun eine intelligente Lösungen in der Schaltung der Lichtzeichenanlagen (umgangssprachlich Ampeln) und zur Bevorrechtigung des ÖPNV dringend gefordert.“