Archiv-Nachrichten

„Gewässerschutz, der seinen Namen verdient!“

EU-Abgeordneter Martin Häusling zur europäischen Wasserkonferenz

Zur 5. Europäische Wasserkonferenz, die am 20. und 21. September in Wien stattfand, hat, der Wiesbadener Europaabgeordnete Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, an die politischen Entscheidungsträger appelliert, den Schutz der Gewässer „endlich ernst zu nehmen“.

„Unsere Seen, Flüsse und Küstengewässer sind in einem indiskutablen Zustand“ sagte Häusling. „Nitrat, Phosphat und Pestizide aus der Landwirtschaft, Verschmutzungen aus der Industrie und den Haushalten verwandeln unsere Wasserläufe in schadstoffbelastete Abwasserkanäle. Das kann nicht lange gut gehen. Wir brauchen dringend ein Gegensteuern und einen Gewässerschutz, der seinen Namen verdient.“

Mit der Wasserrahmenrichtlinie hätten wir ein europäisches Instrument, das genau das im Blick habe, was wir zunehmend vermissten: ein natürliches Vorkommen von Pflanzen und Tieren in und an Gewässern, naturnahe und naturbelassene Uferzonen und geringe Schadstoffkonzentrationen. Doch was nutze das beste Instrument, wenn es nicht eingesetzt werde? Die schleppende Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und die Überstrapazierung von Ausnahmeregelungen verhinderten effizienten und nachhaltigen Wasserschutz.

Häusling: „Die Wasserkonferenz bildet den Auftakt für die Überarbeitung und weitere Ausgestaltung der Wasserrahmenrichtlinie. Es geht um nicht weniger als unseren weiteren Umgang mit Wasser. Unsere verschmutzten Gewässer brauchen dringend eine Richtlinie, die der Wasserverschmutzung schnell Einhalt gebietet. Ich rufe alle politischen Entscheidungsträger auf, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und entsprechend zu handeln. Unser aller Lebensqualität hängt vom Zustand unserer Gewässer ab.“

Die 5.Wasserkonferenz wird von der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission und der aktuellen österreichischen EU-Ratspräsidentschaft organisiert. Die Ergebnisse der Konferenz spielen für die Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie eine entscheidende Rolle.