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Letzte Aktualisierung: 04.06.2020

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„Gesundheit ist das Gebot der Stunde…"

von Ilse Romahn

(19.05.2020) Die geplante Wiederaufnahme des Unterrichts an hessischen Grundschulen ist derzeit vielerorts Thema. Dabei ist nicht nur das Hygiene- und Sicherheitskonzept im Blickfeld, sondern auch der inhaltliche Aufbau des neuerlichen Schulstarts gilt als umstritten.

Während das Hessische Kultusministerium (HKM) bis zu den Sommerferien vollständig auf Sport- und Bewegungsangebote an Schulen (mit Ausnahme der des Sportabiturs) verzichten möchten, sehen der Landessportbund Hessen (lsb h) und die Sportjugend Hessen (SJH) hier dringenden Handlungsbedarf.

Der Sportkreis Frankfurt e.V. unterstützt die Position des lsb h und bewertet ein generelles Aussetzen von Sportangeboten bis zu den Sommerferien als ungenügend: „Gesundheit ist das Gebot der Stunde, das gilt erst recht für die Zukunft - unsere Kinder und Jugendlichen" äußert sich Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreis Frankfurt e.V. Eltern könnten den ausbleibenden Sport ihrer Kinder in der Gruppe nur bedingt kompensieren. Zudem seien insbesondere Kinder, die keinen Garten oder einen Hof zur Verfügung hätten, besonders auf Sportunterricht und Bewegungsangebote in der Schule angewiesen. Sport und Bewegung, so Frischkorn weiter, unterstützten das Immunsystem, was in der aktuellen Lage besonders wichtig sei.

Auch im Sportkreis machen sich die Vorgaben des HKM bemerkbar: „Projekte zur Bewegungsförderung wie ,Schulkids in Bewegung‘ und die Idee, die dahinter steht, haben gezeigt, welche wichtige Rolle sie an unseren Grundschulen einnehmen", so Frischkorn. Das Bewegungsangebot für die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Jahrgänge, soll wie der geregelte Sportunterricht mindestens bis zu den Sommerferien ausbleiben. Dabei ist die Notwendigkeit ausreichender Bewegung insbesondere für Kinder und Jugendliche, welche am Tag bei mindestens 90 Minuten liegt, mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfohlen.

Der Sportkreis ergreift Initiative, um das Ziel einer frühzeitigen Umsetzung von Sport- und Bewegungsangeboten zu erreichen. Die durchdachten und ausreichenden Hygienekonzepte der Sportvereine lassen sich größtenteils problemlos auf den Schulsport übertragen, sodass sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege steht.

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit über 260.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.