„Europa bietet Entfaltungschancen, die keine Generation zuvor hatte“
Foto: Hessisches Ministerium für Bundes- und Europangelegenheiten
Der hessische Europastaatssekretär Mark Weinmeister wirbt bei jungen Menschen dafür, sich verstärkt für Europa zu engagieren. „Die Europäische Union bietet insbesondere jungen Menschen Entfaltungsmöglichkeiten, von denen alle Generationen vorher nur träumen konnten. Unbegrenzter Austausch, Reisen, Studieren, Arbeiten ohne Grenzen, das ist für Sie zum Glück selbstverständlich. Aber tatsächlich müssen wir diese Errungenschaften gemeinsam verteidigen“, sagte der Staatssekretär am Mittwoch in Frankfurt. Aus Anlass des bundesweiten EU-Projekttages besuchte Weinmeister dort das Goethe-Gymnasium und diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 d über den Zustand und die Zukunft Europas. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die EU für die Jugendlichen konkret bedeutet, warum sie zukünftig bei der Wahl zum EU-Parlament mitmachen sollten, und welche Herausforderungen für die EU sie als besonders dringend empfinden.
Die Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai werden nach Einschätzung des Staatssekretärs die Weichen für die Entwicklung der Europäischen Union in den nächsten Jahren stellen. „Es gibt Europakritiker in vielen Mitgliedsländern, und mancher Politiker in Übersee wäre vermutlich froh, wenn die Europäische Union zerfiele. Ein Europa, in dem die Grenzen wieder hochgezogen sind und die einzelnen Länder allein vor sich hin wursteln, kann aber nicht die Zukunft sein, die Sie sich wünschen“, betonte Mark Weinmeister.
Nur gemeinsam könnten die Europäer auch Antworten auf die Fragen finden, die insbesondere junge Menschen bewegen, ist der hessische Europastaatssekretär sicher. „Klimawandel und Umweltverschmutzung machen nicht an Ländergrenzen Halt. Und auch die Chancen und Risiken der Digitalisierung sind kein nationales Thema.“
Ohne Zweifel müsse sich Europa weiterentwickeln, sagte Mark Weinmeister abschließend. Dazu sei Engagement und Entschlossenheit nötig. „Dieses Europa lebt mit und von seinen Menschen. Wenn Sie wählen dürfen, gehen Sie deshalb bitte zur Wahl und ermuntern Sie andere, es auch zu tun. Helfen Sie dabei, das Europa, das wir haben, noch besser zu machen“, forderte der Staatssekretär.
Hintergrund: Der EU-Projekttag wurde 2007 auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich in allen Bundesländern am gleichen Tag statt. Politiker aus Bund, Land und Kommunen können die Gelegenheit nutzen, mit Schülerinnen und Schülern über Europa zu diskutieren. In der Regel liegt der EU-Projekttag in der Europawoche, die im Mai stattfindet. Ausnahmsweise findet er in diesem Jahr am 25. März statt. Termine sind aber auch an den Tagen davor und danach möglich. Auch in diesem Jahr beteiligen sich viele Politiker und viele hessische Schulen mit vielfältigen Aktionen.
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