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Letzte Aktualisierung: 04.12.2020

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„Erste Hilfe in psychischer Not nur über persönlichen Kontakt“

Das PatientenForum e.V. lehnt Video-Angebot im Akutfall ab

von Norbert Dörholt

(17.11.2020) Die Corona-Pandemie erfordert auch ein Umdenken in der psychotherapeutischen Versorgung der Patienten. Die Entscheidung der Bundes- und der Landespsychotherapeuten-Kammer Rheinland-Pfalz, einen Video-Kontakt in einer Krisensituation zum Standard-Angebot zu machen, kritisiert allerdings das PatientenForum e.V.(DPF) aufgrund nicht repräsentativer Rückmeldungen von psychisch Erkrankten und erfahrenen Therapeuten.

Die Vizepräsidentin des Bundesverbands für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V., Mechtild Pfeiffer Krahl, hält nichts von Videoangeboten als Anleitung zur Ersten Hilfe in psychischen Notfallsituationen.
Foto: Pressestelle "Das PatientenForum" e.V.
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„Wir als Patientenvertreter fordern stattdessen die Abschaffung der z.Zt. existierenden bürokratischen Hürden wie Antrags- und Genehmigungsverfahren sowie Einholung eines ärztlichen Konsiliarberichts über eine körperliche Untersuchung, die Erkrankte ausgerechnet im Akutfall in der Praxis vorlegen müssen“, sagte die Vizepräsidentin des 11.000 Mitglieder starken Bundesverbands für Patienten- und Versicherteninteressen, Mechtild Pfeiffer-Krahl, in Mainz.

Gerade in einer Stress-Situation schaffe persönlicher Kontakt Vertrauen und Beruhigung, er werde wie eine Erste-Hilfe-Leistung empfunden, schreibt sie im Infoblatt des PatientenForums „Aufgepasste & Hergehört“. Pfeiff-Krahl ist der Ansicht: „Die technische Herausforderung im Umgang mit einem Video- oder Telefonangebot kann sich da nur kontraproduktiv auswirken.“

Die Vizepräsidentin vertritt den Standpunkt: „Bei strenger Einhaltung der Hygienemaßnahmen ist das persönliche Erstversorgungsangebot mindestens genauso wichtig

info@das-patientenforum.de