„Engagement ist wichtig und zahlt sich aus“
Neujahrsempfang des Ortsbeirat 6: Mit Zuversicht in die Zukunft
Willkommen geheißen wurden die Gäste von Ortsvorsteherin Susanne Serke, die in ihrem Jahresrückblick eine erfolgreiche Bilanz der Arbeit des Stadtteilgremiums ziehen konnte. Auch im abgelaufenen Jahr ist es Frankfurts größtem Ortsbeirat wieder gelungen, die Lebensqualität der in Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim lebenden Menschen zu verbessern. Frau Serke listete auf, dass der Ortsbeirat in zehn Sitzungen 486 Tagesordnungspunkte beraten und beschlossen hat, die an den Magistrat bzw. an die Stadtverordnetenversammlung zur Umsetzung weitergeleitet wurden. Die Ortsvorsteherin dankte ihrem Kollegium für die über Parteigrenzen hinweg konstruktive Zusammenarbeit. „Wir engagieren uns ehrenamtlich für unseren Frankfurter Westen und ziehen auch meistens an einem Strang“, betonte sie, „denn allein kann keiner von uns etwas erreichen, nur gemeinsam sind wir stark. Engagement ist wichtig und zahlt sich aus.“
Problematisch bewertete die Ortsvorsteherin die Schulsituation und den Bahnübergang Oeserstraße, „vor dem sich immer noch täglich die Autos stauen und ein Ende leider noch nicht absehbar ist“. Mit Freude informierte sie über die Jubiläen in Sossenheim und in Nied. Beide Stadtteile feiern in diesem Jahr ihren 800. `Geburtstag`.
Frohe Botschaft von Peter Feldmann
Als Dezernent des Frankfurter Westens ist Oberbürgermeister Peter Feldmann fast dauerpräsent in den westlichen Stadtteilen und Gastredner bei den alljährlichen Neujahrsempfängen des Ortbeirats 6. „Unser Frankfurt ist eine vielfältige und lebendige Stadt, in der auch Menschen aus 180 Nationen Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen“, sagte Peter Feldmann. „Und unsere Stadtteile sind Stadt in der Stadt. Jeder Stadtteil bewahrt seinen eigenen Charme, sein eigenes Profil, auch seinen Stolz und pflegt eine individuelle Stadtteilkultur“, freut sich das Stadtoberhaupt. „In den Stadtteilen leben Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, hier pulsiert das Leben und es findet gelebte Demokratie statt.“ Feldmann nannte einige positive Entwicklungen im Frankfurter Westen, u. a. Sanierungsbeginn Bolongaropalast, Höchster Bahnhof, Höchster Klinikum, Wohnungsbau in der Paleskestraße, und räumte aber auch ein, „dass unsere Stadtregierung noch lange nicht fertig ist mit ihrer Arbeit und noch eine Menge zu erledigen ist“.
Zum Fortbestand der Höchster Porzellanmanufaktur erklärte Feldmann, er habe bereits intensive Gespräche geführt, um eine Lösung zu erreichen. „Wichtig ist, dass die gesamte Betriebsstätte erhalten bleibt“, betonte er. „Mein Dank gilt den Beschäftigten, die einfach weiter arbeiten. Wir lassen Sie nicht allein. 270 Jahre Höchster Geschichte müssen weitergehen. Dafür setzen wir uns ein.“
Peter Feldmann würdigte auch ehrenamtliche Arbeit, die unerlässlich sei. Bürgerliches Engagement sei lebenswichtig, auch in der Kommunalpolitik. „Uneigennütziges Handeln bereichert immer“, hat er selbst festgestellt, weil er viele Jahre ehrenamtlich aktiv war.
Michael Quast begeisterte komödiantisch
Den richtigen komödiantischen Ton traf der beliebte Künstler Michael Quast, der die Gäste begeisterte. Quast, fast ein echter `Höchster`, der seit vielen Jahren mit seinem Sommerfestival „Barock am Main“ Gäste aus nah und fern anlockt, erfreute mit dem Friedrich-Stoltze-Werk „Die Kapuziner Predigt“ und einem komödiantischen Ausflug nach Groß-Krähwinkel, in dem sich so mancher Frankfurter Politiker erkennen konnte …
Als Gastgeschenk überreichte die Ortsvorsteherin an Peter Feldmann und Michael Quast einen gefüllten Minikoffer von der Griesheimer Getränkefirma Nöll.
Nach dem offiziellen Teil bestand noch die willkommene Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Für das leibliche Wohl sorgten die Getränkefirma Nöll, die Binding-Brauerei und Luca de Maio, Unico Catering & Event.
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