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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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„Die Stadt und der Hunger – Warum die ada_kantine bleiben muss“

Vortrag im Deutschen Architekturmuseum

von Ilse Romahn

(16.09.2022) Die ada_Kantine ist ein ungewöhnliches Projekt, in dem sich soziale, stadträumliche und künstlerische Fragen überschneiden. Doch ihre Zukunft ist gefährdet. Der Name ada leitet sich von den Räumlichkeiten ab, der ehemaligen „Akademie der Arbeit“, einer gewerkschaftsgeführten Bildungseinrichtung an der Goethe-Universität, deren Kantine leerstand und deswegen übernommen werden konnte.

Der Standort ist der Campus Bockenheim. Ein Umzug ins Juridicum ist eine mögliche Option, aber keineswegs abgesichert. Mittelfristig soll auch das Juridikum abgerissen werden. Über Alternativen informiert die Ausstellung „Nichts Neues“ ab Samstag, 17. September, im Deutschen Architekturmuseum (DAM).

Vieles verbindet die ada_Kantine mit dem Konzept einer „Tafel“: Es wird frisch gekocht und das Essen wird kostenlos ausgegeben. Gleichzeitig ist die ada_Kantine auch ein Stadtteilcafé, das Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen zwischen Freitag und Montag einen Anlaufpunkt bietet.

Einige Initiatoren kommen aus der Kultur- und Theaterszene Frankfurts. Das ada-Team beschreibt sich selbst so: „Wir sind ein bunter Haufen Menschen, die Lust haben, in der ada etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Wir kochen leckeres Essen und wollen eine Atmosphäre schaffen, in der sich unterschiedliche Menschen treffen, austauschen oder einfach wohlfühlen können. … Die Kantine wird durch einen sehr offenen Zusammenschluss von rund 200 ehrenamtlichen Helfern, verschiedenen Vereinen und mithilfe von Spenden betrieben. Sie wird gemeinnützig durch die Initiative Zukunft Bockenheim geleitet.“

Am Mittwoch, 21. September, werden Patrick Kokoszynski und Thilo Schwarmann vom Team der ada_kantine2022 ab 19 Uhr unter dem Titel „Die Stadt und der Hunger – Warum die ada_kantine bleiben muss“ über ihre Arbeit sprechen. Der Eintritt kostet fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Da das DAM am Schaumainkai momentan wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet der Vortrag im Interimsquartier DAM Ostend in der Henschelstraße 18 statt. (ffm)