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Letzte Aktualisierung: 29.05.2020

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„Die Mannschaft, gegen die niemand spielen möchte“

Fraport Skyliners-Basketballer reisen zurück nach Frankfurt

von Norbert Dörholt

(18.05.2020) Anfang dieser Woche werden die ausländischen Spieler der Frankfurter Bundesliga-Basketballer Fraport Skyliners in voller Stärke wieder in Frankfurt ankommen und sich unmittelbar in Quarantäne begeben, um so schnell und sicher wie möglich wieder mit dem Training beginnen zu können. Lediglich der weiterhin verletzte Centerspieler Darius Carter wird nicht zurück nach Deutschland reisen.

Foto: Fraport Skyliners
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Nach aktuellem Stand der Dinge werden die Spieler ab Montag in Frankfurt eintreffen. Bevor es für Quantez Robertson und Co. aber wieder ins Training geht, gilt es den Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen Folge zu leisten. Direkt im Anschluss an die Landung der Spieler geht es für sie also direkt in häusliche Quarantäne. Die alltäglichen Besorgungen wie Einkäufe, etc. werden von Teambetreuer Jannis Christ und Helfern übernommen.

Für die in Deutschland verbliebenen Spieler um Richard Freudenberg, Lamont Jones und Co. beginnt ebenfalls die Vorbereitung und Umsetzung des Hygienekonzepts. So werden die Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum reduziert, ein Kontakttagebuch geführt und natürlich gelten die allgemein gültigen Vorschriften wie regelmäßiges Händewaschen oder Mundschutz tragen. Am Wochenende werden die ersten Tests durchgeführt, zwei bis fünf Tage später erfolgt der zweite Test. Sind beide negativ, so können diese Spieler, nach behördlicher Freigabe, ins Kontakttraining einsteigen. Weitere, regelmäßige Tests erfolgen alle drei bis vier Tage.

Sebastian Gleim, der Headcoach der Fraport Skyliners, zeigt sich erleichtert: „Wir freuen uns sehr, dass die Spieler alle wieder zurückkommen. Ich habe das Gefühl, dass alle heiß sind. Es fühlt sich fast wieder an wie in der Saisonvorbereitung. Wir freuen uns jetzt alle darauf, uns auf dieses spezielle Turnier und die besondere Situation vorzubereiten.“

Und Joe Rahon, der Point Guard, meinte nicht weniger erwartungsvoll: „Ich kann es kaum abwarten wieder zurück nach Deutschland zu kommen und das Endrunden-Turnier zu spielen! Ich freue mich darauf, wieder mit meinen Teamkollegen trainieren zu können und den Sport und Beruf auszuüben, der mir so viel bedeutet. Es würde ein großes Stück Normalität zurückbringen in diesen ungewöhnlichen Zeiten.

Ich habe mich vor allem mit Laufen, Gewichte heben und Radfahren fit gehalten. Neu entdeckt habe ich das Schwimmen für mich. Dadurch kann ich mich fit halten und meine Gelenke schonen. Ich freue mich darauf in Frankfurt wieder regelmäßig Basketball und Athletik auf hohem Niveau zu trainieren. Wir Spieler haben uns untereinander auf dem Laufenden gehalten, wie es jedem soweit geht und dass alle gesund sind. Wir haben da eine sehr gute Teamchemie, die sich in diesen Zeiten eher vertieft hat.

Wir alle, Spieler, aber auch der Clubs als Ganzes, denken, dass wir besser sind als es unser Tabellenstand zuletzt gezeigt hat. Ich bin überzeugt davon, dass jeder sich so gut wie möglich fit gehalten hat und jetzt wieder voll angreifen will. Wir wollen die Mannschaft sein, gegen die niemand spielen möchte und einen Lauf starten. Wir wollen die Gruppenphase auf jeden Fall überstehen und dann allen beweisen, dass wir zu Recht auch in den Endrunden-Playoffs stehen.“