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Letzte Aktualisierung: 24.05.2024

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„Das IZH ist einer der wichtigsten Akteuere islamistischer Destabilisierung in Deutschland“

von Ilse Romahn

(20.11.2023) Die Polizei hat das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) und dessen Ableger durchsucht. Insgesamt 54 Gebäude waren Teil der Großrazzia, auch das Zentrum für Islamische Kultur (ZIK) in Frankfurt. Dem IZH wird vorgeworfen, islamistische Propaganda zu verbreiten und als verlängerter Arm des iranischen Regimes in Deutschland zu dienen. Es wird deshalb seit längerem vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet.

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg teilt diese Einschätzung gegenüber dem IZH: „Die iranische Förderung von Terror und Radikalisierung macht an den europäischen Grenzen nicht halt. Es gehört zu den bewussten Strategien des Regimes, unter dem Deckmantel religiöser Führung die eigene oft mörderische politische Agenda in anderen Ländern durchzusetzen. In Deutschland ist das Islamische Zentrum Hamburg einer der wichtigsten Akteure für diese destabilisierende Unterwanderung.“
 
Die nun unternommenen Schritte gegen das IZH begrüßt Eskandari-Grünberg, wenngleich sie bedauert, dass diese erst jetzt eingeleitet werden: „Ich bin dankbar, dass die Exekutivorgane nun verstärkt aktiv gegen das IZH geworden sind. In einem Brief Anfang Oktober hatte ich die Innenministerin Nancy Faeser gebeten, der Forderung der iranischen Exilcommunity nachzukommen, das IZH zu schließen. Ich hoffe, dass dieser erste Schritt nicht zu spät erfolgt ist. Wir müssen leider davon ausgehen, dass das IZH mit der Durchsuchung rechnen konnte.“
 
Ein Vereinsverbot des IZH und seiner Ableger hat es bislang noch nicht gegeben. (ffm)