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Letzte Aktualisierung: 13.12.2019

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„Bunt gemischt durch alle Genres“

Milky Chance mit neuem Album und „Unplugged“ bei hr3

von Ilse Romahn

(15.11.2019) Clemens Rehbein und Philipp Dausch, besser bekannt unter ihrem Bandnamen Milky Chance, sind aktuell Hessens erfolgreichster Pop-Export.

Philipp Dausch und Clemens Rehbein (beide Milky Chancd) mit hr-Moderatorin Juia Tzschätz
Foto: hr / Tom Krasel
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Im hr3-Interview geben sich die beiden im Sternzeichen Skorpion geborenen Endzwanziger entspannt und umweltbewusst. Ihre Heimatstadt Kassel tragen sie im Herzen, aber musikalisch sind sie „global“ aufgestellt. Am Freitag, 15. November, erscheint ihr drittes Album „Mind The Moon“.

„Wir haben probiert, uns wieder ein bisschen am ersten Album zu orientieren, was den Minimalismus und das Technoide angeht“, sagt Philipp Dausch von Milky Chance im hr3-Interview. „Das zweite war eher handgemacht, akustisch und musikalisch ein bisschen breiter.“ Das Duo hat auch diesmal „intuitiv“ und ohne Plan gerarbeitet, wollte aber „die Songs noch besser ausarbeiten“. Die Reggae-inspirierte Single „The Game“ repräsentiert musikalisch die zurückgelehnte und handgemachte Seite des Milky-Sounds. Textlich geht es um das Gefühl, „hinten dran zu sein“, so Clemens, „weil sich das Leben so oft, so schnell, so krass und unerwartet verändern kann“. Schlüsselerlebnis und Beleg für diese Theorie seien „die letzten zehn Jahre“, wie er lachend ergänzt.

Musik der Internet-Generation
Zwar hatten sie ihren Erstling „Sadnecessary“ im Jahr 2013 fast komplett in der Heimatstadt Kassel aufgenommen, ihre Herkunft war ihnen aber auch damals nicht einmal ansatzweise anzuhören. Philipp erklärt das so: „Wir kommen aus dem Zeitalter von Internet und Youtube – mit Einflüssen aus der ganzen Welt. Dementsprechend ist unser Output auch sehr bunt und gemischt und geht durch alle Genres.“ Auch den Crossover zur Klassik haben Milky Chance schon zelebriert, beim Music Discovery Project 2015 mit dem hr-Sinfonieorchester.

Was „Global Pop“ mit dem Klimawandel zu tun hat
Kann man überhaupt „Global Pop“ machen, ins Studio nach Australien fliegen, Welt-Tourneen spielen und dabei noch etwas für die Umwelt tun? Auf die Frage von hr3-Moderatorin Julia Tzschätzsch, ob die Band denn ihre Flüge „CO2-mäßig“ ausgleiche, antwortet Philipp: „Wir versuchen es.“ CO2 vermeiden könne man nur, indem man gar nicht fliege, aber das fänden die Fans in Nordamerika und Australien wohl weniger gut. Clemens ergänzt: „Was man tun kann, ist Bäume pflanzen. Momentan ist uns nur die Photosynthese bekannt, die das wieder gut machen kann.“ Der Klimawandel ist für Milky Chance definitiv ein Thema, weshalb die Band auch eine Nachhaltigkeitsbeauftragte eingestellt hat, die den ökologischen Fußabdruck der Band so stark wie irgend verkleinern soll. Unter dem Hashtag #MilkyChange wollen Clemens und Philipp ihre Fan Community zum Mitmachen inspirieren.
  
Milky Chance live: am 4. März 2020 in der Jahrhunderthalle, Frankfurt

Milky Chance "Unplugged" Session bei hr3