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Letzte Aktualisierung: 21.11.2019

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„Beatmungspatienten besser schützen!“

Das fordert der Bundesverband für pflegebedürftige Menschen

von Norbert Dörholt

(31.10.2019) Der Präsident des Bundesverbandes für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V. in Mainz, Manfred Pfeiffer, hat im neuesten Infoblatt „Aufgepasst & Hergehört“ des 11.000 Mitglieder zählenden Verbandes darauf hingewiesen, dass der Pflegeschutzbund „Bundesverband für alte, pflegebedürftige Menschen“ (BIVA) einen besseren Schutz für Beatmungspatienten fordert.

Der Präsident des "PatientenFoprum" e.V.Manfred Pfeiffer fürchtet eine "massenhafte Verfrachtung" pflegebedürftiger Menschen, wenn der Referentenentwurf von Gesundheitsminiser Spahn durchgehen sollte.
Foto: Pressestelle "Das PatientenForum" e.V.
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Der Referentenentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Reha-und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG) sieht vor, dass Menschen, die etwa nach einem Unfall künstlich beatmet werden müssen, eine bessere Betreuung bekommen sollen.

„Um höhere Qualitätsstandards zu verankern, soll eine Intensivpflege in der eigenen Wohnung künftig die Ausnahme sein“, verlangt der BIVA, der dem PatientenForum e.V. als. Kooperationspartner angehört. In der Regel soll sie in Pflegeheimen oder speziellen Beatmungs-WGs erbracht werden. Weiterhin einen Anspruch auf Intensivpflege zu Hause sollen Minderjährige haben.

Der Entwurf erntete heftige Kritik von Betroffenen, Angehörigen und Verbänden. Spahns Gesetzentwurf führe zu einer fast ausnahmslosen Unterbringung von Beatmungspatienten in Kliniken, WGs und spezialisierten Pflegeheimen. Man fürchtet eine massenhafte „Verfrachtung“ pflegebedürftiger Menschen – auch gegen ihren Willen, da diese sich meist nicht mehr selbst äußern können.