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Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

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„Alles gut? Kommunikation im radikalen Wandel“

Vier Veranstaltungen, ein Thema: Start der Frankfurter HausGespräche 2020

von Ilse Romahn

(08.05.2020) „Alles gut? Kommunikation im radikalen Wandel“ lautet in diesem Jahr das Rahmenthema der Frankfurter HausGespräche, die seit 2010 von vier namhaften Frankfurter Institutionen - Goethe-Haus, Haus am Dom, Literaturhaus Frankfurt, Stiftung Polytechnische Gesellschaft - zusammen veranstaltet werden.

An vier öffentlichen Diskussionsabenden wird dabei ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Die Organisatoren haben in diesem Jahr ihre Veranstaltungsformate an die aktuellen Beschränkungen angepasst. Während die ersten drei Diskussionsrunden am 13., 20. und 27. Mai live ins Internet übertragen werden, soll die vierte im Literaturhaus stattfinden. Der Termin steht noch nicht fest. 

Den Auftakt der viergliedrigen Reihe gestaltet die Stiftung Polytechnische Gesellschaft mit einem Podiumsgespräch am 13. Mai, um 19.30 Uhr. Das Thema „Digitale Kommunikation: Feuerwerk der Möglichkeiten mit Licht- und Schattenseien“ ist derzeit aktueller denn je. Wohl noch nie wurde weltweit so viel digital kommuniziert. Licht- und Schattenseiten werden dabei offenkundig. Die digitale Kommunikation kann zum Austausch, zur Debatte und zum Teilen von Wissen genutzt werden und zu einer aufgeklärten Öffentlichkeit beitragen, andererseits werden auch anti-zivilisatorische und anti-aufklärerische Tendenzen begünstigt und verbreiten sich massenhaft. Über Chancen und Risiken, eine gute Begleitung des raschen technisch-kommunikativen Wandels und die Entwicklung einer neuen Medienethik diskutieren Prof. Dr. Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität, Universität Bonn, Cedric Engels (alias „Doktor Whatson“), Wissens-YouTuber, und Luca Neuperti, Student der Informatik und Soziologie und Alumnus der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. 

Die Veranstaltung wird per Livestream aus der Evangelischen Akademie Frankfurt ins Internet übertragen. Zuschauer haben die Gelegenheit, von zuhause aus Fragen an das Podium zu richten. Die Veranstaltung kann ohne Voranmeldung auf dem YouTube-Kanal der Stiftung verfolgt werden. Einen Direktlink und weitere Informationen bietet die Website der Polytechnischen Stiftung unter https://www.sptg.de/aktuelles/themenseiten/hausgespraech-2020/

Fortgesetzt wird die Reihe am 20. Mai mit dem Thema „Alles veloziferisch? Zum Wandel in der öffentlichen Kommunikation in der Goethe-Zeit“ im Goethe-Haus. Schon Goethe erlebte seine Zeit als eine Phase ungeheurer Beschleunigung gerade auch der Kommunikation. Am 27. Mai übernimmt das Haus am Dom den Staffelstab unter dem Titel „Die große Gereiztheit: Wege aus der kollektiven Erregung“. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Tatsache, dass auch in den sozialen Medien die Religion nicht etwa am Rande, sondern im Zentrum der Debatte steht. Zum Abschluss schließlich bietet das Literaturhaus Frankfurt einen Gesprächsabend mit dem Autor Michel Abdollahli zu seinem Buch „Deutschland schafft mich – Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin“ an. 

Details zu den unterschiedlichen Veranstaltungen und ihren individuellen Teilnahmemodalitäten finden sich auf den Webseiten der jeweiligen Institutionen: https://www.sptg.de/; https://www.goethehaus-frankfurt.de/; https://hausamdom-frankfurt.de/; https://literaturhaus-frankfurt.de/