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Letzte Aktualisierung: 12.08.2020

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„40 Jahre Städtepartnerschaft Tiverton – Hofheim“

Ausstellung zeigt Texte, Fotos und Präsente aus

von Adolf Albus

(06.07.2020) Das 40jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Tiverton und Hofheim wäre beim Eröffnungsfest des KreisStadtSommers am letzten Juni-Wochenende gemeinsam mit Gästen aus allen Partnerstädten gefeiert worden. Wegen der Corona-Pandemie mussten auch diese Veranstaltungen abgesagt werden.

Klaus Dreistadt, Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften, Ulla Hees und Renate Hofmann, heutige und frühere Tiverton-Referentin, Erster Stadtrat Wolfgang Exner, Bürgermeister Christian Vogt.
Foto: Stadt Hofheim
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Doch ganz ohne Erinnerung an 40 lebhafte Partnerschafts-Jahre soll das Jahr 2020 nicht vorübergehen. Deshalb präsentiert die Stadt Hofheim gemeinsam mit dem Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften eine Ausstellung im Rathaus-Foyer, die zeigt, wie alles begann und sich über vier Jahrzehnte entwickelte.

Bürgermeister Christian Vogt eröffnete die kleine Schau mit Fotos, ausgewählten Präsenten, Zeitungsartikeln und Texten am Sonntagmittag. Dazu eingeladen und willkommen waren Mitglieder des Förderkreises, des Magistrats, der Stadtverordnetenvorsteher und seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger von Tiverton.

„Unsere Partnerschaft mit Tiverton zeigt, dass diese Verbindungen nicht von oben vorgegeben werden können. Sie müssen sich zwischen den Menschen entwickeln und von ihnen gelebt werden“, sagte Bürgermeister Vogt. Er dankte insbesondere der Initiative von Günter Powils, der die „Triangle“-Partnerschaft Chinon-Tiverton-Hofheim ins Leben gerufen hat.

Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler betonte, dass Städtepartnerschaften ein dichtes Beziehungsgeflecht zwischen den europäischen Staaten auf lokaler Ebene schaffen, und zwar jenseits der diplomatischen Beziehungen. „Sie sind Brücken der Verständigung, direkt von Mensch zu Mensch, und sie werden politische und wirtschaftliche Veränderungen überstehen. Hofheim und Tiverton werden Partnerstädte und Freunde bleiben, unabhängig vom endgültigen Ausgang der Verhandlungen Großbritanniens und der EU“, so Hegeler.

Begonnen hat diese Partnerschaft zwischen Tiverton und Hofheim ganz beschwingt nach Noten. Englische und deutsche Musiker und Dirigenten trafen sich in der gemeinsamen Partnerstadt Chinon und haben sich auf Anhieb verstanden. Schon bei den ersten gegenseitigen Besuchen des Tiverton Youth Orchestra und des Akkordeon-Orchesters Hofheim entwickelten sich Freundschaften, die Unterstützung fanden und fünf Jahre später zu den „Ja-Worten“ in den Stadtparlamenten führten. Am 16. Juni 1980 wurde die Partnerschaft zwischen den beiden Städten offiziell besiegelt.

Bürgermeister Vogt dankte allen, die zum Gelingen dieser Städtepartnerschaft beigetragen haben: den ehemaligen und aktuellen Tiverton-Referenten im Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften Renate Hofmann, Ingrid Bender, Heike Fuhr, Ursula und Matthias Hees sowie den Ehrenbürgern von Tiverton Gisela Stang, Renate Hofmann und Wolfgang Winckler.

Sein Dank galt ebenso Bianca Sigg, Susanne Demuth und Kurt Barkhausen, die sich ebenso stark für die Freundschaft mit den Menschen in Tiverton eingebracht haben.

Nach Tiverton ging sein Gruß und Dank an: Phil Stone, Vorsitzender der Tiverton Twinning Association, Angela Cockburn, Ansprechpartnerin für Hofheim, Pauline Stone und Wally Burke von der Tiverton Twinning Association, Bürgermeister Colin Slade und seine Vorgängerin Janet Rendle sowie ihren Amtsvorgängerinnen und -vorgängern.

Besonders dankte Vogt allen Gastfamilien in Hofheim und Tiverton, die Gäste herzlich in ihrem Zuhause aufnehmen.

Klaus Dreistadt sprach ein Grußwort für den Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften. Die frühere Tiverton-Referentin Renate Hofmann las den Text „So fing alles an…“ und die aktuelle Referentin Ulla Hees berichtete über die Vorbereitung der abgesagten Jubiläums-Feier. Anschließend hatten alle Gäste Gelegenheit, sich die Ausstellung anzuschauen.

Zu sehen sind Texte, Zeitungsartikel und rund 70 Fotos, die dokumentieren, wie die Partnerschaft begann und sich entwickelte.

Die Freundschaft mit Tiverton ist in Hofheim an vielen Orten präsent: Zum Beispiel in der Hauptstraße, wo die englische Telefonzelle von 1982 bis 2012 tatsächlich als Telefonzelle diente und seitdem Hofheims ältester öffentlicher Bücherschrank ist.

Die Initiative geht wieder zurück auf das Akkordeon Orchester Hofheim und Günter Powils. Den Transport von London nach Hofheim übernahm dankenswerterweise die Firma Polar Mohr.

Seit 1988, pünktlich zum Hessentag in Hofheim, gibt es hinter dem Türmchen den Tiverton-Platz. Als Pendant ist in Tiverton eine Straße nach Hofheim benannt.

Im Jahr 2000 – zum 20. Jubiläum – schenkte die Tiverton Twinning Association der Stadt eine Sitzbank, die im Rathaus-Foyer steht. Ein kleines Schild erinnert nun an die 40 Jahre währende Freundschaft zwischen den beiden Städten.

Vor dem Rathaus, an der Seite zur Elisabethenstraße, steht ein Zierapfelbaum der Sorte Butterball. Er ist ebenfalls ein Geschenk der Tiverton Twinning Association zum 30. Partnerschaftsjubiläum. Auf der anderen Seite des Rathauses zeigt die Wetterfahne aus Tiverton auf der Plakatsäule aus welcher Richtung der Wind bläst.

Wer sich die Ausstellung anschauen möchte, hat dazu vom 6. bis 9. Juli, jeweils von 11 bis 14 Uhr, Gelegenheit. Interessierte werden gebeten, mit Wioletta Anderst-Bodenschatz, Telefon (06192)202-222 oder E-mail an: wanderst-bodenschatz@hofheim.de einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.