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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Zwölf Monate für die Umwelt / Stadträtin Heilig wirbt für das Freiwillige Ökologische Jahr

von Ilse Romahn

(05.04.2019) Noch keinen Plan für die Zeit nach der Schule? Kein Problem, es gibt genügend Möglichkeiten zur Orientierung. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)? Zu diesem Dienst gibt es eine Info-Börse am Samstag, 6. April, von 10 bis 13 Uhr in Wetzlar. Dort präsentieren sich Einsatzstellen aus ganz Hessen - darunter auch Angebote aus den Ämtern des Frankfurter Umweltdezernates - auf dem Gelände des Naturschutz-Zentrums Hessen, Friedenstraße 26.

„Wir freuen uns jedes Jahr über junge Menschen, die ganz praktisch etwas für die Umwelt tun möchten und dabei gute Einblicke in städtische Ämter bekommen“, sagt Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Das FÖJ bietet mir die einmalige Gelegenheit, nach der Schule erste Berufserfahrungen zu sammeln und mich persönlich weiterzu entwickeln“, sagt Helen Hellmessen, die aktuell beim Umweltamt im Einsatz ist. Auch Paul Heinke nutzt die Chance, sich ein Jahr aktiv für den Umweltschutz in Frankfurt zu engagieren, „ein Thema was mir persönlich und vielen anderen jungen Leuten am Herzen liegt.“ Der Freiwilligendienst liegt offensichtlich im Trend: Die Zahl der Bewerbungen für einen Platz im FÖJ sind in den letzten Jahren stark gestiegen.

Das Freiwillige Ökologische Jahr ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das auf der gleichen gesetzlichen Grundlage beruht wie das Freiwillige Soziale Jahr. Es ermöglicht jungen Menschen, sich ein Jahr lang für Umwelt und Naturschutz zu engagieren und gleichzeitig selbst zu profitieren: indem sie erste Berufserfahrung sammeln, ihre sozialen Kompetenzen erweitern, sich ausprobieren und selbstständiger werden können.

Die Börse in Wetzlar ist der Auftakt zum Platzvergabeverfahren für das FÖJ 2018/2019. Dabei informieren auch das Frankfurter Umweltamt, das Energiereferat, der Palmengarten und das Stadtwaldhaus über die Einsatzmöglichkeiten. Außerdem sind die Staatliche Vogelschutzwarte, der Verein Umweltlernen Frankfurt, die BUND-Jugend Hessen, die Reha-Werkstatt Niederrad und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft dabei.

Neben den Infos über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten besteht die Möglichkeit, mit den aktuellen FÖJlern über ihre Erfahrungen zu sprechen. Für das FÖJ kann man sich bewerben, wenn man die Schulpflicht erfüllt hat und bis zum 31. August noch keine 27 Jahre alt ist. Das Jahr wird als praktischer Teil für die Fachhochschulreife anerkannt.

Weitere Informationen zum FÖJ und zur Bewerbung gibt es unter http://www.foej-hessen.de im Internet.  (ffm)