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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Zusammenhalt und Verständnis: Frankfurt begeht den 7. Deutsch-Israelischen Freundschaftstag

von Ilse Romahn

(31.05.2019) Gerade weil die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland nicht selbstverständlich ist, ist es umso wichtiger, sie zu pflegen und zu feiern. Seit 1965 bestehen die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten und auch Frankfurt hat enge Verbindungen: Seit 1980 ist man mit Tel Aviv mit einer Städtepartnerschaft verknüpft. Dort wird die deutsch-israelische Freundschaft besonders aktiv gelebt und gestaltet.

Mehr als 180 Austauschprojekte allein in den vergangenen zehn Jahren beweisen es. Am Mittwoch, 29. Mai, wurde der 7. Deutsch-Israelische Freundschaftstag mit rund 300 Gästen im Römer gefeiert. Eingeladen hatten die Stadt und Sandra Simovich, die israelische Generalkonsulin.

„Der Staat Israel ist ein pulsierender, demokratischer Staat, den Kreativität, Pioniergeist, Internationalität und Freiheit charakterisieren. Zugleich bewahrt er jahrtausendealte jüdische Geschichte“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Israel, Deutschland und die EU teilen dieselben Werte und Ziele. Seit 2008 gibt es jährliche Regierungskonsultationen zwischen Israel und Deutschland, zuletzt tagten 2018 beide Kabinette zusammen in Jerusalem. Nur gemeinsam und in Freundschaft verbunden können wir in die Zukunft schreiten und Antisemitismus aller Couleur entschieden bekämpfen.“

Am Empfang nahmen Vertreter der jüdischen Gemeinde und Vertreter der Stadt teil. Auch die Schüler des vom Generalkonsulat des Staates Israel geförderten Projekts „Israel heute, mit Frankfurter Augen gesehen“ waren zu Gast im Römer: Die Liebigschule, die Helmholtzschule und die Ernst-Reuter-Schule hatten sich daran beteiligt.

Drei Monate lang hatten die Schüler an ihren Projekten für den Tel-Aviv-Wettbewerb gearbeitet. Die Ernst-Reuter-Schule gestaltete eine Fotoausstellung, die den Besuch des jüdischen Friedhofs und der Westendsynagoge darstellte. Die Helmholtzschule entwickelte eine Website zur Vernetzung zwischen deutschen und israelischen Jugendlichen. Das Fotoprojekt der Liebigschule gewann den Wettbewerb: Anlässlich eines neuen Austausches waren Schüler der Liebigschule im März eine Woche lang am Herzliya Gymnasium in Tel Aviv zu Gast gewesen. Das Fotoprojekt hielt die Teilnahme der Schüler am Channuka-Fests und ihren Besuch des Israel-Kongresses fest. Diesen Monat besuchten die Schüler des Herzliya Gymnasium aus Tel-Aviv im Gegenzug Frankfurt und die Liebigschule.

„Ich sage es in jedem Jahr, und auch heute wieder: Die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel, Frankfurt und Tel Aviv, ist für uns das größte Privileg. Diese Freundschaft und das gegenseitiges Verständnis füreinander machen Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Sie sind das Mittel, um Hass, Vorurteilen,Gewalt und Angst die Stirn zu bieten“, erklärte Feldmann. „Daher dürfen wir nicht aufhören, für Frieden, Toleranz und gegenseitiges Verstehen zu arbeiten. Der Tag der Deutsch-Israelischen Freundschaft ist eindeutiges Signal, jedes Jahr aufs Neue.“ (ffm)