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Letzte Aktualisierung: 15.10.2018

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Zum 175. Todesjahr: Hölderlin, sein Leben, seine Sprache, die Musik seiner Zeit

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(21.09.2018) Drei Mal um die Wende vom 18. auf das 19. Jahrhundert weilte Friedrich Hölderlin, einer der bedeutendsten deutschen Dichter, über mehrere Monate in Homburg vor der Höhe. Hierhin war er das erste Mal geflüchtet, nachdem seine Liebe zur Bankiersgatten Susette Gontard offenkundig geworden war. Sein Freund Isaac von Sinclair gab ihm Halt, auch in späteren Jahren, die ihn nach Homburg führten.

Nun jährte sich der Todestag Hölderlins zum 175. Mal. Die Stadt Bad Homburg, die ihm mit der jährlichen Verleihung des Hölderlin-Literaturpreises ohnehin ein „Denkmal“ setzt, lädt aus diesem Anlass zu zwei Veranstaltungen in das Kulturzentrum Englische Kirche am Ferdinandsplatz ein.

Weil Hölderlins Art zu schreiben und sich auszudrücken als schwer verständlich gilt, wird Dr. Matthias Setzer, Leiter des städtischen Fachbereichs Kultur und Bildung Bad Homburg, eine Einführung geben: „Friedrich Hölderlin – ein Genie seiner Zeit“. Am Dienstag, 9. Oktober, berichtet er ab 19 Uhr über das Leben, das Schaffen, die Sprache und die Bedeutung Hölderlins für die deutsche Kultur. Der Dichter war aber auch ein begeisterter Musiker, der die Flöte meisterhaft beherrschte und zum Beispiel mit Susette Gontard musizierte. Einen Einblick in die Musik aus dem Leben Friedrich Hölderlins geben Nina Steinbronn (Traversflöte), Yoonji Song (Viola da Gamba) und Brigitte Hertel (Cembalo).

„Musik aus der Zeit Friedrich Hölderlins“ ist auch einen Tag später zu hören, am Mittwoch 10. Oktober (19 Uhr). Das Amici-Ensemble spielt Kompositionen aus Klassik und Romantik. Das Ensemble wurde 2010 von der Geigerin Andrea Kim gegründet und besteht im Kern aus herausragenden Musikern der beiden großen Frankfurter Orchester (hr-Sinfonieorchester und Frankfurter Opern- und Museumsorchester), sowie langjährigen musikalischen Weggefährten. Die Frankfurter Formation erfreut sich weit über ihre Heimatstadt hinaus wegen ihrer hohen musikalischen Professionalität und ihrer kreativen Programme immer größerer Beliebtheit. Sie brachte die großen Highlights der Kammermusikliteratur auf die Bühne, aber auch Ungewohntes und neu Arrangiertes mit Euphonium, Gitarre oder Schlagwerk.

Eintrittspreise zwischen acht und 15 Euro. Karten sind bei Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. (06172)1783710, oder online über den Veranstaltungskalender auf der Homepage www.bad-homburg.de sowie www.bad-homburg-tourismus.de erhältlich. Oder unter www.adticket.de, Hotline (01800)6050400.