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Letzte Aktualisierung: 25.03.2019

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Zahlen bitte! Drei Millionen Besucher tummeln sich an 200 Weihnachtsmarktständen

von Ilse Romahn

(26.11.2018) Der Winter ist da und mit ihm öffnet am Montag, 26. November, ab 10 Uhr auch wieder der alljährliche Frankfurter Weihnachtsmarkt. Rund drei Millionen Besucher werden erwartet, von denen nach Schätzungen der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF) etwa 40 Prozent Frankfurter sind. Ein Viertel der Besucher lebt im Umkreis bis 50 Kilometer um Frankfurt herum, 20 Prozent wohnen über 50 Kilometer entfernt und um die 15 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, schätzt die TCF.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist einer der ältesten und größten Deutschlands. Märkte in der Weihnachtszeit lassen sich in Frankfurt am Main ab 1393 urkundlich belegen. Dem damaligen „Christkindchesmarkt“ fehlte aber noch das wesentliche Symbol des heutigen Weihnachtsmarktes: der Weihnachtsbaum auf dem Römerberg. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts bürgerte sich der Tannenbaum als weihnachtlicher Schmuck ein. In Frankfurt hatten die Sachsenhäuser Händler das Privileg, vor Weihnachten in den Römerhallen die besten Bäume anzubieten. Im Laufe der Zeit verlagerte sich dieser Verkauf vor den Römer.

Lange Zeit war der „Christkindchesmarkt“ eine reine Frankfurter Angelegenheit. Fremde wurden als Händler nicht zugelassen. Beste Handwerksware wurde angeboten, daneben Spielsachen, Süßigkeiten und weihnachtliche Geschenke. Bis in die 70er- und 80er Jahre des 19. Jahrhunderts war es üblich, dass Frankfurter Eltern das Spielzeug für ihre Kinder ausschließlich auf dem Weihnachtsmarkt kauften.

Heute ist der Weihnachtsmarkt kein reiner Verkaufsmarkt mehr, sondern auch ein beliebter Treffpunkt. Umrahmt von Römer und Paulskirche, erstrecken sich die etwa 200 Stände vom Mainufer über den Stoltze-Platz bis zur Hauptwache. Das kulinarische Angebot beinhaltet Frankfurter Spezialitäten wie Beth- und Quetschemännchen, Maronen, Waffeln, Gans, Reibekuchen und internationale Spezialitäten. Klassische Artikel wie Weihnachtsschmuck und -dekoration oder Kerzen werden ebenso angeboten wie neuzeitliches Kunsthandwerk. Nach Schätzungen der TCF kommen etwa 900.000 Besucher zum Weihnachtsmarkt, um Geschenke für ihre Liebsten zu kaufen. Etwa 300.000 Besucher nutzen den Weihnachtsmarkt hingegen für einen Bummel und um die winterliche Stimmung zu genießen und 1,8 Millionen Besucher kommen zum Essen, Trinken und Freunde treffen.

Übrigens: Bis zum 22. Dezember kann man noch über den Weihnachtsmarkt schlendern und sich auf Weihnachten einstimmen. (ffm)