Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 22.01.2019

Zahlen bitte! Über 20 Tonnen Silvestermüll

von Ilse Romahn

(02.01.2019) Es knallt, es zischt, es leuchtet und der Himmel erstrahlt in allen erdenklichen Farben: So feiern wir am Ende eines jeden Jahres den Start ins neue Jahr. Doch diese Tradition hinterlässt ihre Spuren auf den Frankfurter Straßen und Plätzen.

Deswegen rücken rund 80 Männer und Frauen der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) am Morgen nach Silvester aus, um am Mainufer, am Römerberg, auf der Zeil, im Bahnhofsviertel und in Höchst etwa 20 Tonnen Reste der Party - wozu auch Feuerwerkskörper und benutzte Glasfalschen gehören - einzusammeln. Die Frankfurter Brücken werden bereits in der Nacht vom Silvestermüll befreit.

Unterstützt wird die FES bei der Reinigung von der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation. Sie beteiligt sich schon seit 20 Jahren mit 150 bis 200 Mitgliedern ehrenamtlich an der Neujahrsputzaktion in Frankfurt – und nicht nur dort: Zeitgleich findet die Aktion in über 240 weiteren Städten statt.

„Die Neujahrsaktion ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Jugendarbeit geworden. Unsere Jugendarbeit verfolgt das Ziel, junge Menschen im islamischen Sinne zu erziehen und sie zu selbstbewussten Mitgliedern der Gesellschaft anzuleiten, die Verantwortung übernehmen möchten. Insofern ist es unser Zeichen für bürgerschaftliches Engagement“, sagt Annsar Ahmed, stellvertretender Leiter der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation.

Tatsächlich werden im gesamten Stadtgebiet Feuerwerkskörper gezündet. Am ersten Tag kann die Reinigung von FES aber natürlich nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb konzentrieren sich die Arbeitsgruppen mit ihren Kehrmaschinen auf die zentralen und besonders stark verschmutzten Straßen und Plätze. Bis das gesamte Stadtgebiet wieder sauber ist, werden etwa 34 Tonnen Silvesterabfall eingesammelt. Das kann bis zu einer Woche, bei winterlichem Wetter auch länger, dauern.

2018 kam nach Angaben der FES etwa 30 Prozent weniger Silvesterabfall zusammen. Weniger Leute hatten in der Stadt Feuerwerkskörper gezündet. Grund dafür war neben dem schlechten Wetter vermutlich auch die anhaltende Sicherheitsdiskussion. (ffm)