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Letzte Aktualisierung: 14.06.2019

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Zahl der Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Hessen 2018 sinkt um 13 Prozent

von Helmut Poppe

(05.06.2019) 29 200 Asylbewerbungen in Hessen 2018; die meisten stammen aus Afghanistan, Pakistan, Irak und Iran Durchschnittsalter der Asylbewerberinnen und Asylbewerber bei 25 Jahren Knapp zwei Drittel der Asylbewerbungen erfolgen von Männern

Asylbewerberinnen_Asylbewerber_Hessen_2018
Foto: StatistikHessen
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Ende 2018 erhielten in Hessen 29 200 Personen Regelleistungen nach dem  Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG). Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 4300 oder 13 Prozent weniger als Ende 2017. Damit sank die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger das zweite Mal in Folge.

Zwei Drittel der Empfängerinnen und Empfänger von Asylbewerberleistungen stammten im Jahr 2018 aus Asien (19 324). Das waren im Vergleich zum Vorjahr gut 3300 Personen weniger. Aus Afrika kamen 5993 Personen (20,5 Prozent; 597 Personen weniger als 2017) und aus Europa 3365 (11,5 Prozent; 295 Personen weniger als 2017). 

Unter den asiatischen Asylbewerberinnen und Asylbewerbern bildeten die Menschen aus Afghanistan mit 8994 die größte Gruppe, gefolgt von Pakistan (2902 Personen), Irak (2620) und Iran (2490). Aus Syrien kamen 1364 Asylbewerberinnen und Asylbewerber.

Aus Afrika suchten insbesondere Menschen aus Somalia (1628), aus Äthiopien (1419) und aus Eritrea (1117) in Hessen Schutz. 

Die größte Gruppe aus Europa mit 1696 Asylbewerberinnen und Asylbewerbern kam aus der Türkei, gefolgt von der Gruppe der Menschen aus der russischen Föderation mit 787 Personen. Anteile von allen anderen europäischen Staaten lagen unter einem Prozent.

Aus Amerika kamen 87 Asylbewerberinnen und Asylbewerber und aus Australien/Ozeanien/Antarktis stammten 3. Bei 428 Asylbewerberinnen und Asylbewerbern war die Staatsangehörigkeit unbekannt oder es handelte sich um Staatenlose.

Mit einem Durchschnittsalter von 25,2 Jahren suchten meist jüngere Antragstellerinnen und Antragsteller in Hessen Asyl. 28 Prozent waren Minderjährige; 22 Prozent waren zwischen 18 und 25 Jahre alt; gut 35 Prozent entfielen auf die 25- bis unter 40-Jährigen. Gut 14 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger waren 40 Jahre und älter.

Knapp zwei Drittel der Asylbewerberinnen und Asylbewerber waren männlich.

Die größten Gruppen bezüglich des aufenthaltsrechtlichen Status bildeten Ende 2018 die Bewerberinnen und Bewerber mit einer Aufenthaltsgestattung (82 Prozent) sowie die geduldeten Asylbewerberinnen und Asylbewerber (10 Prozent).

62 Prozent der Asylbewerberinnen und Asylbewerber lebten in Gemeinschaftsunterkünften, 32 Prozent waren dezentral (z. B. in einer eigenen Wohnung) untergebracht und 5 Prozent in Aufnahmeeinrichtungen (hiervon fast alle in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung).