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Letzte Aktualisierung: 17.01.2019

Wirtschaftsprognose für Rhein-Main weiter positiv

1,6 Prozent Wachstum für 2019 erwartet

von Karl-Heinz Stier

(26.11.2018) Die Unternehmen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain berichten zu 49 Prozent von guten Geschäften, weitere 42 Prozent sind mit ihrer aktuellen Situation zufrieden. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Beschäftigungs- und Konjunkturprognose von PERFORM, der Initiative der Wirtschaftskammern der Metropolregion, die deren Sprecher Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt, verkündete.

„Für das laufende Jahr 2018 rechnen die regionalen Wirtschaftskammern mit einem Wachstum in ihren Gebieten von 1,7 Prozent. „Für das Jahr 2019 wird geringfügiges schwächeres, aber solides Wachstum von 1,6 Prozent erwartet“, so Prof Müller.

Ein Indiz für die positive Konjunkturprognose ist der Boom auf dem Arbeitsmarkt: 2017 sind in der gesamten Metropolregion, die von Mainz bis Aschaffenburg und von Gießen bis Darmstadt reicht, 61.000 sozialversicherungspflichtige Stellen hinzugekommen, ein Anstieg  von 2,7 Prozent. „Damit verzeichnen wir im achten Jahr in Folge einen Zuwachs und das wird sich fortsetzen, wenn vielleicht auch etwas langsamer als bisher“, kommentierte der Frankfurter IHK-Präsident.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr – wie die Prognose weiter aussagt -  in nahezu allen betroffenen Kreisen und kreisfreien Städten gesunken. In den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg und Fulda könne man nach Ansicht von Müller mit einer Quote von unter drei Prozent  sogar von Vollbeschäftigung reden. Sorgen mache dabei den Unternehmen allerdings die Suche nach geeigneten Fachkräften 56 Prozent der Unternehmen berichten in diesem Zusammenhang vom Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. „Wir müssen dringend in die Rahmenbedingungen investieren, um weiterhin attraktiv für die Fachkräfte zu sein“, betonte Prof. Müller. Dazu zählten auch mehr Flächen für das Gewerbe und die überlastete Verkehrsinfrastruktur, die 1,1 Million Einpendler betreffe. Eine Milderung könne eine baldige Realisierung des Fernbahntunnels in Frankfurt sein. Die Themen Verkehr und Fläche können dabei nur gemeinsam in interkommunaler und länderübergreifender Zusammenarbeit gelöst werden.

In einem Strategieforum tauschen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus vier Bundesländern über diese Themen aus, die prioritär für die Entwicklung der hiesigen Region angegangen werden müssen. „Mit diesem Forum können die Interessen der Metropolregion mit größerer Schlagkraft in Berlin positioniert werden, als es einzelne Länder oder Regionen können“, bilanzierte der Frankfurter IHK –Präsident.

Zu der Initiative PERFORM gehören neun Industrie– und Handelskammern sowie vier Handwerkskammern in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.