Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

Werbung
Werbung

Wirtschaftsdezernent Frank lobt kreative Köpfe in den Heddernheimer Höfen

von Ilse Romahn

(04.09.2019) Am Montag, 2. September, hat die Stadt Frankfurt am Main mit der Wirtschaftsförderung zum zehnten „Abend der Kommunikation“ eingeladen.

Abend der Kommunikation mit (l-r) Patrick Gottschalk, Felix Guder, Max Puechert, Markus Frank, Nicole Harloff, Rüdiger Pichler und Oliver Schwebel
Foto: Stadt Frankfurt / Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
***

Zur diesjährigen Veranstaltung kamen rund 150 Kreativwirtschaffende und Wirtschaftsvertreter auf einem ehemaligen Industrieareal in Heddernheim zusammen. Die etwa 12.000 Quadratmeter große Fläche mit einer zentralen Eventhalle, die jetzt auf vielfältige Weise als Heddernheimer Höfe genutzt werden, leisten nach ihrer Sanierung einen wichtigen Beitrag für die Quartiersentwicklung in den nördlichen Frankfurter Stadtteilen.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank lobte die Veranstaltungslocation und die Kreativszene: „In jedem Kopf steckt ein gewaltiges Kraftwerk. Oftmals sind Kreative Meister darin, neue Wege auszuprobieren und können durch bildhafte Darstellung und Visualisierung, Lösungen für Probleme entwickeln. Beim Abend der Kommunikation haben wir immer wieder Orte der Transformation vorgestellt. Die Inszenierung dieser Orte trägt erheblich zu der lebendigen Kreativszene unserer Stadt bei und haben wesentlichen Anteil an der boomenden wirtschaftlichen Entwicklung unseres Standortes. Mit rund 38.500 Erwerbstätigen und 5,8 Milliarden Euro Umsatz ist Frankfurt am Main nach wie vor das pulsierende Zentrum der hessischen Kreativwirtschaft: Gerade die Innovationskraft und die Kernkompetenzen der Kreativindustrie sind essentiell für die Entwicklung neuer Produkte und Services und die Gestaltung von nachhaltig wirtschaftlichen Prozessen“, führt der Stadtrat aus und fährt fort: „Sichtbar neue kreative Highlights sind auch unsere dezernatseigenen Projekte wie am Samstag das Open-Air Festival Frankfurt am Meer des TAB e.V. in der Taunusstraße mit spektakulären Bildern und einer Vision für das Bahnhofsviertel als Urban Street Gallery oder ab Donnerstag das Frankfurt Art Experience – das erste Projekt aus Mitteln der Tourismusabgabe finanziert – das bereits mit 12 Seiten Berichterstattung in der wichtigsten deutschen Kunstzeitung Monopol erheblich für Aufsehen sorgt. Danach folgt die Me Convention mit den Urban Hotspots als Rahmenprogramm der IAA. Es wird immer schwerer, Frankfurt am Main nicht als Kreativstandort wahrzunehmen. Dafür bedanke ich mich sehr!“

Der Gründer der Design Agentur Iconstorm, Felix Guder, veranschaulichte in seiner Rede mit dem Titel „Ambidextrie - Schlüssel zu Innovation“, warum Design als Kernkompetenz der Kreativindustrie, so wichtig für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft ist. Guder: „Die rasanten Zeiten in denen wir leben, stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen: Kommunikation und Design sind in der immer komplexer werdenden Welt für alle von höchster Bedeutung. Visualisierung wirkt anregend, fördert Verständnis, schafft Struktur und Orientierung. Das ist wesentlich, um neue Produkte zu entwickeln und gleichzeitig sein bestehendes Geschäft erfolgreich weiter zu betreiben.“

Kreative Köpfe werden mehr denn je von Unternehmen der Kreativwirtschaft und Industrie benötigt. Dem Thema Nachwuchskreative widmete sich die mit Gold und dem Publikumspreis ausgezeichnete Kampagnenidee der Hochschule Rhein-Main. Die am Abend präsentierte Kampagnenidee war der umjubelte Gewinner des diesjährigen Nachwuchs-Wettbewerbes, der GWA Junior Agency.

Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, freute sich über eine der ersten Veranstaltungen in der Eventhalle Raumfabrik: „Diese neue Veranstaltungshalle schließt eine Lücke im Bereich der mittelgroßen Veranstaltungsorte und Spielstätten in Frankfurt am Main. Wenn es um Gründung, Ansiedlung, Entwicklung oder um Markterschließung und Internationalisierung geht – sprechen Sie uns an! Unsere Kompetenzzentren bei der Wirtschaftsförderung sind für Sie da“, warb der Chef der Wirtschaftsförderung weiter für die wichtigen Wirtschaftszweige Industrie und Kreativwirtschaft.

Den Umbau zur kreativen Nutzung der Heddernheimer Höfe hat die Stadt Frankfurt mithilfe der städtischen Agentur Radar und dem Team der Wirtschaftsförderung unterstützt. Zu den heutigen Mietern gehören neben dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, dem Verein Basis – Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur und anderen, auch 15 künstlerische und kreativwirtschaftliche Ateliers. (ffm)