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Letzte Aktualisierung: 09.12.2019

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WIR am Klingenborn: Richtfest für zukunftsweisendes Projekt

von Adolf Albus

(20.03.2019) So viele Bausteine hatte ein Projekt der Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB) noch nie: Seniorengerechtes Wohnen, Gemeinschaftliches Wohnen im Mehrgenerationen-Modell und eine Selbstbestimmte, ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaft – das alles unter einem Dach.

Foto: Stadt Hofheim am Taunus
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„WIR am Klingenborn – Gemeinschaftliches Wohnen im Dr. Max Schulze-Kahleyss-Haus“ heißt das Projekt offiziell. Am Dienstag, 19. März, feierte die HWB nun Richtfest auf dem Grundstück Am Klingenborn 2a und 2b am Hofheimer Kapellenberg nahe der Altstadt. „Das Projekt liegt voll im Zeitplan. Wenn alles so weitergeht, können die ersten Bewohner im Frühjahr 2020 einziehen“, berichtete HWB-Geschäftsführer Josef Mayr.

„Projekte dieser Art sind die Zukunft und es freut mich sehr, dass wir in Hofheim mit an dieser Zukunft arbeiten“, hatte Bürgermeisterin und HWB-Aufsichtsratsvorsitzende Gisela Stang bereits bei der Grundsteinlegung gesagt und damit den richtungsweisenden Charakter des Projekts betont. „Denn beim Bau von Wohnungen geht es nicht lediglich um die reine Anzahl der Einheiten.“ Neue Wohnformen böten die Chance auf ein gutes Zusammenleben unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. Dabei gelte es Antworten zu finden auf Fragen einer älter werdenden Gesellschaft und auf Fragen der Integration. HWB-Geschäftsführer Norman Diehl ergänzt: „Wir vermieten an Menschen, die Interesse haben generationenübergreifend und gemeinsam zu leben, tolerant und offen gegenüber anderen Menschen und Kulturen sind und sich in die Gemeinschaft einbringen möchten.“

41 Wohneinheiten werden auf dem 3300 Quadratmeter großen Grundstück entstehen. Zu den 32 Wohnungen mit einem bis fünf Zimmern kommt die Demenz-Wohngemeinschaft mit neun Bewohnern hinzu. Von den 2336 Quadratmetern der Wohnungen sind 1039 gefördert. Die Wohngemeinschaft wird 256 Quadratmeter Platz haben. 155 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen runden das Raumangebot ab. Die HWB plant mit Kosten in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Gefördert wird das Projekt durch die WI-Bank (Landesmittel), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung.

Neun Mieter können in die Demenz-Wohngemeinschaft im Erdgeschoss einziehen. Jeder Mieter verfügt über einen Individualbereich und teilt sich mit den anderen Mietern Gemeinschaftsräumlichkeiten. Für die Mieter der Demenz-Wohngemeinschaft hat die HWB die Case Management Pflege GmbH für die Koordination des Versorgungsprozesses innerhalb der Demenz-Wohngemeinschaft, basierend auf dem Konzept der Fachplanung Pflege - Matthias Mört aus Ahaus gewonnen. Der Caritasverband für den Bezirk Main-Taunus e. V. wird zunächst die 24-stündige Versorgung im Bereich der Alltagsbetreuung und Hauswirtschaft übernehmen. Der Alltag wird zusammen gestaltet und orientiert sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Mieter. Die Wohngemeinschaft ist eine klassische Alternative zu einem Altenheim. Hier lässt sich ein würdevoller angenehmer Lebensabend mit viel Individualität verwirklichen.

Für das Mehrgenerationenwohnen gibt es insgesamt 14 Wohnungen. Diese Wohnungen sind für die Mitglieder des Vereins NAHbarschaft e. V. vorgesehen. Jedes Mitglied bezieht eine eigene Wohnung, die Freizeit möchte man hier jedoch häufiger auch mal zusammen gestalten. Wer das gemeinsame Miteinander schätzt, mit seinen Nachbarn lieber freundschaftlich als anonym zusammenlebt und bereit ist, sich in der Gemeinschaft einzubringen, kann sich direkt an den Verein wenden (Kontaktdaten unter diesem Text).

Im seniorengerechten Wohnen mit Serviceleistungen stehen insgesamt 18 der 32 Wohnungen zur Verfügung. Die Wohnungsgrößen variieren von 50 bis 77 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich, das heißt, um die Wohnungstür zu erreichen, müssen keine Treppen oder andere Barrieren überwunden werden. Drei Wohnungen sind zudem rollstuhlgerecht. Das Zusammenleben steht Am Klingenborn in einem besonderen Fokus, für gemeinsame Aktivitäten steht deshalb ein teilbarer Gemeinschaftsraum mit Küche zur Verfügung.