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Letzte Aktualisierung: 22.01.2019

Wiener Philharmoniker am 19. Januar in der Alten Oper

von Ilse Romahn

(07.01.2019) Eine Besetzung, die einen der Glanzpunkte der Spielzeit 2018/19 in der Alten Oper Frankfurt verspricht: Wenn am Samstag, 19. Januar 2019, um 20.00 Uhr die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Michael Tilson Thomas der Einladung in den Großen Saal folgen, finden auf dem Podium ein Orchester und ein Dirigent zusammen, die nicht nur zu den besten Vertretern ihrer Zunft zählen, sondern zugleich auch wichtige Botschafter der Musikkultur ihres Landes sind.

Bildergalerie
Michael Tilson Thomas
Foto: Art Streiber
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Igor Levit
Foto: Robbie Lawrence
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Letzteres spiegelt sich auch im Programm des Abends wider, denn die Interpreten machen das Publikum zunächst mit einem Kapitel US-amerikanischer Musikgeschichte vertraut, bevor sie sich Wiener Kulturgut widmen. Charles Ives vollendete 1913 sein Werk „Holidays“, ein Rückblick eines Erwachsenen auf seine Kindheit in vier Sätzen, die laut Anweisung des Komponisten separat aufgeführt werden können (im Konzert erklingt nur der zweite Satz, „Decoration Day“) oder sich zu einer Sinfonie vereinen. Dass das Schaffen Charles Ives’ mehr als zehn Jahre nach seinem Tod überhaupt erst wahrgenommen und gewürdigt wurde, war nicht zuletzt ein Verdienst Leonard Bernsteins, der dessen Werke häufig zur Aufführung brachte. Mit Michael Tilson Thomas, der von Bernstein als Mentor und Freund wichtige Impulse für seine Dirigentenlaufbahn erhielt, setzt sich dieses Engagement für Ives fort.

Nach Wien führen dann Ludwig van Beethovens drittes Klavierkonzert und Johannes Brahms’ zweite Sinfonie, welche 1877 durch die Wiener Philharmoniker uraufgeführt wurde. Solist in Beethovens Klavierkonzert ist der Pianist Igor Levit – der wiederum ein ganz besonderes Verhältnis zu den Werken Beethovens pflegt. Mit vier Jahren soll er sein Solodebüt mit einer Ecossaise von Beethoven gegeben haben, für sein Konzertexamen mit den Diabelli-Variationen erhielt er die höchste Punktzahl in der Geschichte der Musikhochschule Hannovers, und 2013 markierte seine Debüt-CD mit den späten Klaviersonaten Beethovens einen wichtigen Schritt seiner internationalen Karriere. Auch Beethovens drittes Klavierkonzert zählt zu den Werken des Komponisten, denen sich Igor Levit besonders verbunden fühlt: „In diesem Klavierkonzert gibt es die ernsthaftesten, die tragischsten Momente. Aber auch eine so gigantische Prise Humor, soviel Schalk – und gleichzeitig soviel Abgeklärtheit und Geist. Es ist alles mit drin.“

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt

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