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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Wien - Vorhang auf, Film ab

Auf Wiens Schauplätzen kommen Cineasten ihren Filmstars ganz nah

von Ilse Romahn

(09.09.2019) Als 1896 die ersten „lebenden Fotografien“ auf einer Wiener Leinwand zu sehen waren, zog dies eine große Begeisterungswelle nach sich.

Bildergalerie
Der dritte Mann
Foto: Wientourismus Paul Bauer
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Riesenrad als Filmkulisse
Foto: Wientourismus Paul Bauer
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Zwar machten die technischen Neuerungen den Film in den nächsten zwei Jahrhunderten für jedermann zugänglich, die Faszination für Wien als Kulisse vieler internationaler Filme jedoch blieb einzigartig. Bereits zum 57. Mal findet in diesem Jahr die Viennale statt, die vom 24. Oktober bis zum 6. November für 300 Filme die große Bühne bereithält. Filmbegeisterten bietet Wien, zum Beispiel bei geführten Touren, die Möglichkeit Originalschauplätze live zu erleben. 

Der dritte Mann: Ein Filmklassiker zuhause in Wien
 Die Weltpremiere des Dritten Manns jährt sich in diesem Jahr bereits zum 70. Mal und doch hat der Filmklassiker nichts von seiner Faszination eingebüßt. Im Zentrum des   Schwarz-Weiß-Films steht das Spiel des Versteckens in einem Wien, das noch sichtlich unter den Schäden des Zweiten  Weltkriegs leidet. Der britische Thriller von Regisseurs Carol Reed basiert auf dem gleichnamigen Drehbuch des englischen Romanciers Graham Green. Gezeigt wird das düstere Ambiente einer Stadt, die sich gleichermaßen zerstört wie malerisch präsentiert. Mittendrin der amerikanische Schriftsteller Holly Martins, der zu seinem Freund Harry Lime nach Wien reist, wo er in kriminelle Machenschaften hineingezogen wird. 

Mehr als Kino: Begegnungsmomente wie auf der Leinwand
Die einzelnen Szenen des Schwarz-Weiß-Films sind auch heute noch allgegenwärtig, wenn Besucher sich auf den Spuren des Schmugglers Harry Lime durch die österreichische Hauptstadt bewegen. Ausgestattet mit Bildmaterial und Musikbeispielen tauchen sie bei der „Dritte Mann Tour“ von Vienna Walks + Talks in die Atmosphäre des Films ein. Über die Originalfilmtreppe geht es hinunter in die Wiener Kanalisation, die sich dank modernster Projektions- und Lichttechnik in die Welt der Filmakteure verwandelt. Vom unterirdischen Filmset zwischen Spionen und Schmugglern geht es schließlich hoch hinaus in das traditionsreiche Riesenrad des Praters. Das weltberühmte Harry Lime Thema des Virtuosen Anton Karas glauben Filmfans im Dritte-Mann-Museum nahe des Wiener Naschmarkts zu vernehmen. Denn dort haben die Dritte-Mann-Fans Karin Höfler und Gerhard Strassgschwandtner einen Lebenstraum wahr werden lassen und neben der Originalzither seltene Exponate und Filmrequisiten für wahre Fans zusammengetragen. Einen Blick hinter die Kulissen bekommen Cineasten beim Making Of des Filmklassikers. Der digitale Begegnungsmoment hält eine Wiener Karte der Schauplätze bereit und führt anhand von hinterlegten Mini-Filmausschnitten  hautnah an die wichtigsten Orte heran. Dabei gelangen wissenswerte wie überraschende Hintergrundinformationen ans Tageslicht. 

Zwischen Filmklassikern und modernen Inderpendent Filmen Filmevents
In diesem Jahr präsentierte sich „Der Dritte Mann“ am 31. August im Rahmen seines Jubiläums und des Musikfilmfestivals am Wiener Rathausplatz der breiten Masse. Jeden  Dienstag, Freitag und Sonntag erscheint der Klassiker zudem auf der Leinwand im Burgkino am Opernring und zum  Abschluss des Jahres heißt es auf der Viennale noch einmal „Film ab“ für die kleinen und großen Stars der internationalen Filmwelt.