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Letzte Aktualisierung: 21.08.2019

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Wiedereröffnung der Liebfrauen-Kirche am 16. Juni

von Ilse Romahn

(12.06.2019) Eine der beliebtesten Kirchen Frankfurts, die Liebfrauenkirche des Cityklosters der Kapuziner, erstrahlt in neuem Glanz. Nach einer zweijährigen umfangreichen Sanierung des Innenraums wird die von 1318 bis 1344 errichtete Kirche am Sonntag, 16. Juni, feierlich wiedereröffnet.

Die Stadt Frankfurt als Eigentümerin der Kirche hat in die Innensanierung von 2017 bis 2019 rund 1,8 Millionen Euro investiert. Damit wurden die Taufkapelle neugestaltet, das historische Eingangsportal zum Liebfrauenberg wieder hergerichtet und für besondere Anlässe geöffnet, der Altarraum neu gestaltet und ein neues Lichtkonzept installiert, die gesamte Elektrik erneuert und der Eingangsbereich neugestaltet. Ein frischer Anstrich sorgt zudem für strahlende Helligkeit. Auch wurde der ursprüngliche Kreuzweg des Frankfurter Künstlers Ludwig Becker von 1959 wiederentdeckt und restauriert. 

Für Kirchendezernent Uwe Becker ist klar: „Es sind in erster Linie die Menschen, die die Kirche mit Liebe und Wärme erfüllen und die christliche Botschaft ausstrahlen. Aber auch die Räume müssen dem kirchlichen Verkündigungsauftrag einen angemessenen Rahmen geben, ihrer kulturhistorischen Bedeutung entsprechen und der Nachwelt erhalten werden. So kann die Liebfrauenkirche im Herzen Frankfurts nun wieder der Ort für Gottesdienst, Stille und Gebet sein.“ 

Der scheidende Rektor von Liebfrauen, Br. Christophorus Goedereis, betont: „Wir wollen mit der Neugestaltung von Liebfrauen auch die Zukunft gestalten. Denn inmitten epochaler gesellschaftlicher Umwälzungen erleben wir auch, wie sehr der Glaube und die Frage nach Spiritualität in einer internationalen Stadt wie Frankfurt eine Rolle spielen.“ 

Die festliche Wiedereröffnung beginnt am 16. Juni um acht Uhr mit einer letzten Eucharistiefeier im Kaiserdom St. Bartholomäus, einem der Ausweichquartiere von Liebfrauen während der Schließung. Um 9.15 Uhr heißt es „Liebfrauen für Frühaufsteher“ bei einer ersten Kirchenführung durch das frisch renovierte Juwel. Um 12 Uhr folgt eine „Liebfrauen-Matinée“, in der Bürgermeister Uwe Becker, Stadtkämmerer und Kirchendezernent in Frankfurt, und der langjährige Kirchenrektor Br. Christophorus Goedereis im Gespräch zu Fragen der Sanierung und Bedeutung dieser Frankfurter Dotationskirche Stellung nehmen. Höhepunkt des Tages ist um 16 Uhr die Eucharistiefeier, in der der Bischof von Limburg, Georg Bätzing, den neuen Altar der Liebfrauenkirche weiht. Am Abend folgt ein buntes Fest in den Innenhöfen von Liebfrauen, ehe ein musikalisches Nachtgebet um 20 Uhr den Tag beschließt.  

Liebfrauen hat damit wieder eine frisch renovierte Kirche, die – wie seit 700 Jahren gewohnt - Raum bietet für Gottesdienst und Konzert, für Stille und Gebet. Im Innenhof zwischen Kirche und Kloster, einer Oase im Trubel der Großstadt, werden täglich 1.500 Kerzen im Gebet angezündet. Für die Seelsorge und als Ansprechpartner für Gläubige sind seit mehr als hundert Jahren die Kapuziner am Liebfrauenberg verantwortlich. Seit mehr als 20 Jahren bieten sie täglich Frühstück und Sozialberatung für Obdachlose an. Bei den Gesprächen im Turmzimmer stehen Menschen mit offenen Ohren zur Erörterung von Lebensfragen, Glaubens- und Kirchenfragen bereit. Daneben gibt es täglich drei, sonntags vier Eucharistiefeiern und unterschiedliche Gebetszeiten.

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