Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 17.01.2018

Werbung
Werbung

Wiederaufnahme von Michail I. Glinkas `Iwan Sussanin` an der Oper Frankfurt

von: Ilse Romahn

(11.01.2018) Die erste und letzte Wiederaufnahme von Michail I. Glinkas Iwan Sussanin findet am Freitag, 19. Januar, 19.30 Uhr, im Opernhaus statt.

Bildergalerie
Szenenfoto
Foto: Barbara Aumüller
***
Szenenfoto
Foto: Barbara Aumüller
***

Bei der ersten Oper von Michail I. Glinka (1804-1857) handelt es sich gleichzeitig um die erste russische Nationaloper überhaupt. Sie wurde anlässlich der Premiere am 25. Oktober 2015 unter ihrem ursprünglichen Titel Iwan Sussanin erstmals in Frankfurt aufgeführt. Bis heute ist das Werk aufgrund des wechselhaften politisch-historischen Wandels mehrfachen Bearbeitungen unterworfen, und so legten Chefdramaturg Norbert Abels und Regisseur Harry Kupfer in ihrer Frankfurter Fassung den Fokus der Konzeption auf den Kern der Handlung: Harry Kupfers Inszenierung projiziert die Heldenlegende aus dem 17. Jahrhundert um den Bauern Iwan Sussanin, der sein Leben für den Zaren opferte, ins 20. Jahrhundert inmitten des Zweiten Weltkrieges. Publikum und Presse zeigten sich dem Ergebnis gegenüber aufgeschlossen: „Ich zögere nicht, nun auch diese Glinka-Interpretation als ein Ereignis zu bezeichnen. Natürlich auch deshalb, weil Inszenierung und musikalische Wiedergabe von gleich hoher Qualität sind. Das »Opernhaus des Jahres« unter seinem vortrefflichen Intendanten Bernd Loebe hat sich wieder einmal um die Ausgrabung einer wertvollen Rarität verdient gemacht", urteilte der Wiener Neue Merker. SWR 2 attestierte: „Dank der hervorragenden Personenführung von Regiealtmeister Harry Kupfer erhält die Masse hier auch individuell-charaktervolle Gesichter (…)." Und BR-Klassik fasste zusammen: „Ein insgesamt umstrittener, aber umso lohnenswerterer Opernabend."

Nach einem Machtwechsel und einem vermeintlichen Sieg über die Feinde laufen die Hochzeitsvorbereitungen des heimgekehrten Sobinin und seiner Verlobten Antonida. Als aber die feindliche Macht erneut zum Angriff ausholt und in das Haus des Vaters der Braut, Iwan Sussanin, einfällt, ist diesem klar, dass er sofort handeln muss, um das Vaterland zu retten. Noch in der Nacht schickt er seinen Ziehsohn Wanja mit der Warnung vor dem einmarschierenden Heer zu dem geheimen Ort, an dem sich das neue Staatsoberhaupt aufhält. Sussanin selbst führt die Feinde in die Irre und nimmt dafür den eigenen Tod in Kauf.

Mit Justin Brown gibt der Generalmusikdirektor des Staatstheaters Karlsruhe und Musikalische Leiter des Alabama Symphony Orchestra sein Hausdebüt in Frankfurt und übernimmt damit die Produktion von Frankfurts GMD Sebastian Weigle. Die Titelpartie verkörpert nun statt des premierenbewährten Sir John Tomlinson im Rahmen seines Hausdebüts der ukrainische Bassist Dmitry Belosselskiy, der kürzlich als Großinquisitor in einer Neuproduktion von Verdis Don Carlo an der Opéra national de Paris erfolgreich war. Darüber hinaus stehen in seinem Terminkalender Auftritte als Fiesco in Verdis Simon Boccanegra an der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper sowie Wurm in Verdis Luisa Miller an der Metropolitan Opera New York. Alle weiteren besetzten Sängerinnen und Sänger sind mit der Produktion schon seit der Premiere vertraut.

Wiederaufnahme: Freitag, 19. Januar 2018, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 21., 25., 27. Januar 2018
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf (069)21249494 erhältlich.