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Letzte Aktualisierung: 25.05.2018

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Weyland fordert Maßnahmen zur Rettung der Höchster Porzellan-Manufaktur

von: Ilse Romahn

(13.02.2018) Die Kandidatin der CDU für das Amt der Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Bernadette Weyland, fordert dringende Maßnahmen zur Rettung der insolventen Höchster Porzellan-Manufaktur. „Es muss alles dafür getan werden, dass dieses stolze und einzigartige Traditionsunternehmen mit seiner über 270 Jahre alten Geschichte weiter existieren kann“, sagte Weyland. Der Produktionsstandort in Höchst müsse gesichert und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

De. Bernadette Weyland
Foto: Weyland
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Die Manufaktur brauche zudem dringend ein Ladengeschäft in der neuen Altstadt, so Weyland. „Diese wichtige Kulturinstitution gehört zu Frankfurt und muss für die Bürgerinnen und Bürger wieder sichtbarer in unserer Stadt verankert werden.“ Ein geeigneter Standort wäre laut Weyland das Haus am „Markt 36“ auf der Nordseite des Krönungswegs. Die DomRömer GmbH würde das Projekt unterstützen, erklärte Weyland. Und sie sei auch bereit, unabhängig vom Insolvenzverfahren die Räumlichkeiten für den Verkauf des Kunsthandwerks freizuhalten. Das zeigt die Verbundenheit zur Höchster Porzellan-Manufaktur.

Die Höchster Porzellan-Manufaktur hatte Mitte Januar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Frankfurt gestellt. Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sollen Verzögerungen bei der Erschließung neuer Absatzmärkte gewesen sein. Nach einem Gesellschafterwechsel im Jahr 2000 seien namhafte Kunden gewonnen worden, dennoch habe der Umsatz für ein kostendeckendes Wirtschaften nicht ausgereicht.

Die 13 Mitarbeiter der GmbH seien „trotz ausstehender Löhne bereit, den Insolvenzgeldzeitraum auf Ende Februar auszudehnen“, teilte der Insolvenzverwalter mit. Das verschaffe Zeit für die Suche nach Investoren. Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter. „Wir können den Mitarbeitern nicht dankbar genau sein für Ihre Bereitschaft weiterzuarbeiten“, so Weyland.

Das 1746 im heutigen Frankfurter Stadtteil Höchst gegründete Unternehmen war die erste privatwirtschaftliche Porzellanmanufaktur in Deutschland und ist - nach der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen - die zweitälteste und ihrer Art nach einzige in Hessen.