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Letzte Aktualisierung: 24.05.2019

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Wellness wie schon bei den alten Römern

Tiefenwirksame Erholung dank Fango-Behandlungen und Thermalwasser in Thermae Abano Montegrotto

von Ilse Romahn

(30.04.2019) Seit über 3.000 Jahren entspringt in den Euganeischen Hügeln, die zur norditalienischen Destination Thermae Abano Montegrotto gehören, einzigartiges Thermalwasser, das die zahlreichen Schwimmbäder und Thermen der Region speist und die Grundlage des Thermalfangos bildet. Fango, im Deutschen „heilsamer Schlamm“, wird aus vulkanischem Mineralgestein gewonnen.

Bildergalerie
Fango aus vulkanischem Mineralgestein
Foto: Archivio Terme Colli Marketing
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Der malerische Naturpark der Euganeischen Hügel
Foto: Archivio Terme Colli Marketing
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Die wärmenden Fango-Anwendungen straffen die Muskulatur, verbessern die Durchblutung, regenerieren rheumatische und athritische Beschwerden und sind ein natürliches Mittel gegen Stress und Hektik im Alltag. Die Region Thermae Abano Montegrotto gilt als größtes Thermalzentrum Europas.

Moderne Wellnessreisende schätzen regionale, authentische und ganzheitliche Anwendungen, die nicht nur kurzzeitige Entspannung versprechen, sondern eine langfristige präventive und therapeutische Wirkung haben und durch nachhaltige Erlebnisse in Erinnerung bleiben. Ideal auf diese Bedürfnisse angepasste Wellnessangebote finden Reisende in Thermae Abano Montegrotto: Dank seiner über 100 Thermalanlagen und 220 Thermalschwimmbäder zählt das euganeische Kurgebiet zu den renommiertesten Italiens. Die gesundheits- und entspannungsfördernde Wirkung der dort ansässigen Thermalquellen ist bereits seit der Antike bekannt und lockt seither internationale Wellnessgäste in die italienische Provinz Padua.

Das namensgebende Thermalwasser stammt aus den Lessinischen Voralpen nahe Verona und es dauert 30 Jahre, bis es sich unterirdisch seinen Weg zu den wertvollen Quellen in den Euganeischen Hügeln gebahnt hat. In Abano Terme entspringt es mit einer Temperatur von rund 87 Grad Celsius und wird auf 36-42 Grad heruntergekühlt; angereichert ist es mit Mineralsalzen wie Natrium, Jod und Brom. In seiner ursprünglichen Form hat das Wasser eine reinigende und entzündungshemmende Wirkung und ist wohltuend für Wellnessgäste mit Atemwegbeschwerden. Zudem ist das Thermalwasser ein wichtiger Bestandteil der thermalen Fango-Anwendungen.

Wärmende Fangopackungen haben eine Vielzahl an präventiven und therapeutischen Eigenschaften, die sich Thermae Abano Montegrotto zunutze macht: Die Durchblutung der Haut wird gefördert, Bindegewebe, Muskulatur, Stoffwechsel und die Nährstoffversorgung der Zellen werden angeregt und es wird zur Schmerzlinderung beigetragen. Der organische Heilschlamm wird aus Thermalwasser sowie Ton, Algen und Mikroorganismen aus Mineralgestein gewonnen und muss vor der Verwendung bis zu 60 Tage in Mineralwasserbecken reifen. Anschließend wird er von Hand geschöpft und zur Wärmetherapie genutzt.

Eine Fango-Behandlung erfolgt in vier Phasen: Zuerst wird der 39-42 Grad warme Fango auf die betroffenen Körperstellen, zum Beispiel die Gelenke, oder auf den gesamten Körper aufgetragen. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit von zirka 20 Minuten wird der Heilschlamm abgespült und die Wellnessgäste entspannen für etwa zehn Minuten im warmen Thermalwasser. Anschließend folgt eine 30- bis 60-minütige Ruhephase, während der der Körper die gesammelte Wärme durch eine Schwitzreaktion wieder abgibt. Abgerundet wird die Thermaltherapie durch eine Heilmassage. Um die volle Wirkung des Fangos zu entfalten, sind mindestens sechs bis acht aufeinander folgende Sitzungen nötig. Eine Sitzung kostet je nach Hotel ab 90 Euro inklusive ärztlichem Check-up, Fango-Packung, Thermalbad und 25-minütiger Massage.

Weitere Informationen zu Thermae Abano Montegrotto unter www.visitabanomontegrotto.com/de.