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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Walter Kolb-Gedächtnispreis für Dr. Cara Röhner

von Ilse Romahn

(29.08.2019) Oberbürgermeister Feldmann: ‚Frankfurt ist nicht nur eine Stadt des Handels, sondern ebenso der exzellenten Wissenschaft‘.

Preisträgerin Cara Röhner mit ihrer Mutter und Oberbürgermeister Peter Feldmann
Foto: Stadt Frankfurt / Stefanie Koesling
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„Ungleichheit und Verfassung. Vorschlag für eine relationale Rechtsanalyse“ - so lautet der Titel der Dissertation von Dr. Cara Röhner, für die sie mit dem Walter-Kolb-Gedächtnispreis geehrt wurde. Oberbürgermeister Peter Feldmann erinnerte in seinem Grußwort insbesondere an die Bedeutung des Namensgebers des Preises. Walter Kolb habe als erster gewählter Oberbürgermeister der Nachkriegszeit nicht nur der Stadt ihr städtebauliches Profil gegeben, sie nicht nur zu einer Stadt des Handels und der Finanzen gedeihen lassen, sondern sich ebenso um den wissenschaftlichen Neubeginn gesorgt: „Mit der Bundesrepublik zogen wieder freier Handel, freie Wissenschaft in die Stadt ein. Eine Geschichte wurde begonnen, die schließlich zur Versöhnung mit Frankreich, zur Versöhnung mit Europa beitrug. Walter Kolb war ein großer Teil dieser Geschichte“, sagte der Oberbürgermeister. Angesichts dieser Geschichte wundere es nicht, dass Frankfurt heute Bewegungen wie Pulse of Europe eine Heimat biete, dass es eine Stadt des Handels und der Wissenschaft sei. „Und es wundert nicht, dass exzellente Wissenschaft hier in Frankfurt entsteht, dass sie aus Frankfurt kommt“, sagte Feldmann an Röhner gerichtet.

Die Arbeit, die am Fachbereich Rechtswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main vorgelegt wurde, unterzieht das deutsche Grundgesetz einer methodisch neuartigen Überprüfung, inwieweit Gleichheit und Ungleichheit verfassungsrechtlich adressiert oder ausgeblendet werden. Zu den analysierten Ungleichheitsdimensionen gehört neben sozio-ökonomischer Ungleichheit auch das Verhältnis der Geschlechter.

Der im Jahre 1957 von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gestiftete Walter Kolb-Gedächtnispreis wird jährlich für eine wissenschaftlich besonders gute Dissertation verliehen und ist mit 2500 Euro dotiert. (ffm)