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Letzte Aktualisierung: 14.12.2018

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Würdigung für intelligentes und nachhaltiges Design

von Helmut Poppe

(22.11.2018) Finanzstaatssekretär Dr. Worms überreicht in Frankfurt Hessischen Staatspreis Universelles Design 2018 – Sozialminister Grüttner lobt die Arbeiten.

Foto Universelles Design 2018_Gruppenbild
Foto: Hessisches Ministerium für Finanzen
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„Innovative Ideen und Konzepte, die von allen Menschen einfach genutzt werden können – das sollte beim Design von Produkten und Dienstleistungen eine Selbstverständlichkeit sein – ist es aber leider noch nicht immer. Mit dem Hessischen Staatspreis Universelles Design würdigt die Landesregierung Entwicklungen, die gleichermaßen unkompliziert von Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und ungeachtet persönlicher Handicaps genutzt werden können“, erklärte Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms heute anlässlich der Preisverleihung des Hessischen Staatspreises Universelles Design 2018 im Rahmen der Mobilitätsmesse Hypermotion in Frankfurt.

„Gutes Design ist von allen Menschen nutzbar. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob sie körperlich oder mental gehandicapt sind, jung oder alt sind und woher sie stammen“, sagte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner in Wiesbaden zu der Preisverleihung. Grüttner zeigte sich beeindruckt von den Arbeiten der Studierenden und Hochschulabsolventen. „Nicht nur die Vielfalt, Qualität und Kreativität der Produkte, sondern vor allem die Tatsache, dass die junge Generation Universelles Design als das begreift, was es ist: Produkte, Dienstleistungen und Konzepte in den Alltag zu bringen, die allen Menschen in unserer Gesellschaft offen stehen. Einer Gesellschaft, die zunehmend von Vielfalt geprägt ist und in der Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen und Fähigkeiten leben. Das Konzept ,Design für Alle‘ bietet dafür eine Antwort und hilft Barrieren zu überwinden. Dafür setzen wir uns ein und das fördern wir“, so der Minister.

Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam vom Hessischen Ministerium der Finanzen und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration verliehen. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs lautete „Intelligent & Nachhaltig“. 2018 verzeichnete der Staatspreis einen Rekord: Insgesamt 119 Vorschläge wurden eingereicht – so viele wie nie zuvor. „Das Thema barrierefreies Design wird immer präsenter – und das ist gut so, denn in einer Gesellschaft, die älter und vielfältiger wird, profitieren wir alle von ansprechendem Produktdesign, das zugleich einfach zu handhaben ist. Die diesjährigen preisgekrönten Konzepte sind dafür sehr gute Beispiele“, fügte der Finanzstaatssekretär hinzu.

Schirmherr des Wettbewerbs um die besten Ideen für barrierefreie Produkte und Technologien ist der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Der Staatspreis wird im zweijährigen Turnus ausgelobt, 2018 wird er zum dritten Mal verliehen. Eine neunköpfige Expertenjury wählte die diesjährigen Preisträger und Anerkennungen aus. Die Gewinner des Ehrenpreises sind:

Cama Lift GmbH – Lifttreppe „FlexStep“

Petri+Lehr GmbH – Handgas-Fahrhilfe „Multima®Evo“

Eine Anerkennung für ihre Wettbewerbsbeiträge erhielten:

Roth Werke GmbH – Barrierefreie Duschkabine „Vinata“

Gripability GmbH – Lenkhilfe für Gabelstapler und andere Fahrzeuge

Historisches Museum Frankfurt – Das inklusive Museum

Eva Lorey Innenarchitektur – Barrierefreies Bad

HHS Planer + Architekten AG – Kasseler Modell Making Neighbourhoud (Gebäude)

Die Zahl der studentischen Wettbewerbsbeiträge ist von 50 im Jahr 2016 auf 71 in diesem Jahr deutlich gestiegen. Der Nachwuchspreis ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert. Die diesjährigen Nachwuchspreisträger sind:

Hannah Kannenberg – Öffnerhilfe und Verschluss für Flaschen „.hisca“

Ezra Dilger – Mobiles Amphitheater „Fliegendes Forum“

Hannah Weirich – Krücke mit Federsystem „CURA“

 

Eine Anerkennung für ihre Ideen erhielten folgende Studierende:

 

Franziska Fieseler – Buch „Patient 29104930“

Anna-Lena Moeckl – Konzept zum Auftragen individuell dosierter Medikamente

                                    auf der Haut „Hautnah“

Susanne Krug, Carolin Simon, Jana Weber, Frederik Dauphin –

Barrierefreier Städtebauentwurf „Selbstsicher“ für den Luisenplatz Darmstadt

Finanzstaatssekretär Dr. Worms und der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner dankten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die kreativen Wettbewerbsbeiträge. Ihr Dank galt darüber hinaus der Jury, die aus der Vielzahl der eingereichten Vorschläge eine Auswahl treffen musste. „Der diesjährige Staatspreis hat uns erneut gezeigt, dass barrierefreies Design ein wichtiger Aspekt ist, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dabei befinden sich die preisgekrönten Erfindungen hinsichtlich ihrer Funktionalität und Ästhetik auf Augenhöhe mit herkömmlichen Produkten. Unser Wunsch für die Zukunft wäre, dass Barrierefreiheit zum integralen Bestandteil möglichst vieler Produkte und Dienstleistungen wird.“