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Letzte Aktualisierung: 18.07.2019

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Vortrag zur archäologischen Spurensuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

von Ilse Romahn

(15.05.2019) Der Direktor des Archäologischen Museums Frankfurt, Wolfgang David, spricht am Donnerstag, 16. Mai, über die „Archäologische Spurensuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern: Buchenwald – Flossenbürg – Mauthausen – Mühldorf – Kaufering – Dachau“. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr im Hochbunker, Friedberger Anlage 5-6. Die Moderation übernimmt Kurt Grünberg vom Sigmund-Freud-Institut.

Davids archäologische Arbeiten stehen für einen neuen wissenschaftlichen und praktischen Zugang zu Orten des Nazi-Terrors. Seine Arbeiten und sein Vortrag sind deshalb für die zukünftige Gestaltung des Ortes der ehemaligen Synagoge Friedberger Anlage und die Initiative wegweisend. Dabei geht es um die Frage, wie an dieser Stelle Geschichte lebendig gestaltet werden und aufklärend bleiben kann.

Der 1942 durch Zwangsarbeiter errichtete Bunker, in dem der Vortrag stattfindet, steht auf den Grundmauern der während der Pogromnacht 1938 durch die Nationalsozialisten zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft.

Als einmaliges Dokument einer Frankfurter Doppelgeschichte verbindet der Ort das real Zerstörte mit dem Zerstörenden. (ffm)