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Letzte Aktualisierung: 20.08.2019

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Vitamin D Mangel – Wann ist die Einnahme von Tabletten sinnvoll?

von Ilse Romahn

(04.02.2019) Den meisten Menschen bringt die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten nichts, zumal echte Mangelerscheinungen in unseren Breiten recht selten sind. Allerdings gibt es Risikogruppen, bei denen eine Einnahme durchaus sinnvoll sein kann.

Für den Knochenstoffwechsel spielt das „Sonnenvitamin“ eine Schlüsselrolle. Es unterstützt den Körper dabei, Kalzium aus Lebensmitteln aufzunehmen und härtet so Knochen und Zähne. Es ist zudem an weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt und beeinflusst die Muskelkraft positiv. Bei einem Mangel an Vitamin D kann es dagegen sogar zu einer Knochenerweichung kommen, bei Säuglingen und Kleinkindern Rachitis genannt, bei Erwachsenen Osteomalazie. Außerdem gilt ein Vitamin-D-Mangel bei älteren Menschen als Risikofaktor für eine Osteoporose.

Den Hauptanteil an Vitamin D bildet der Körper selbst mithilfe des UV-Lichts aus der Sonne. Deshalb ist es empfehlenswert, von März bis Oktober zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme kurzzeitig unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Der Körper speichert das fettlösliche Vitamin. Auch einige wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin D, Wildlachs zum Beispiel besonders viel.

Für folgende Risikogruppen kann es daher sinnvoll sein, Tabletten einzunehmen: Für Ältere Menschen ab 70 Jahren, da mit dem Alter die Eigenproduktion von Vitamin D nachlässt. Insbesondere bei Senioren, die nur noch selten das Haus verlassen oder in einer Pflegeeinrichtung leben. Auch jüngere Menschen, die unter einer chronischen Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankung leiden oder Medikamente einnehmen, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinträchtigen, können von Tabletten profitieren. Weiterhin Menschen mit einer dunkleren Hautfarbe, da durch den erhöhten Melaningehalt der Haut die UVB-Strahlen der Sonne stärker abgehalten werden. Ebenso alle, die sich kulturell oder religiös bedingt verschleiern. Darüber hinaus Säuglinge, denn der Vitamin-D-Gehalt in der Muttermilch ist gering und die Haut der Babys darf aufgrund noch nicht ausgebildeter Schutzmechanismen nicht der Sonne ausgesetzt werden. Deshalb bekommen sie im Rahmen der allgemeinen Vorsorge spezielle Vitamin-D-Präparate vom Kinderarzt verschrieben.

Die Einnahme von Vitamin D muss immer mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Zu große Vitamin-D-Mengen erhöhen den Kalziumspiegel im Blut. Anfänglich kann das zu vermehrter Urinausscheidung, Durst und Übelkeit führen. Da sich Kalzium in den Nieren ablagert, droht langfristig eine Nierenverkalkung mit der Gefahr eines akuten oder chronischen Nierenversagens. (AOK)