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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Ultranet: Stadt Hofheim kämpft weiter für Verschwenkung der Trasse

von Adolf Albus

(07.10.2019) Die Stadt Hofheim setzt sich mit den Nachbarkommunen Eppstein, Niedernhausen, Idstein und Hünstetten sowie dem Main-Taunus- und Rheingau-Taunus-Kreis weiter für eine Änderung des geplanten Verlaufs der neuen Gleichstromtrasse Ultranet ein.

Bei dem derzeitigen Verfahren der Bundesfachplanung für die geplante Hochspannungsleitung zwischen Osterath am Niederrhein und Philippsburg in Baden-Württemberg soll ein Korridor von 1000 Meter Breite für die Gleichstromtrasse festgelegt werden. Mit der Umsetzung ist die Firma Amprion beauftragt. Anfang September fand in Limburg ein Erörterungstermin statt, zu dem die Bundesnetzagentur eingeladen hatte.

„Die von den Kommunen und Bürgerinitiativen geforderten Alternativen einer linksrheinischen Trasse oder eines Erdkabels sind seitens der Bundesnetzagentur und der Firma Amprion keine Option mehr wie wir erfahren haben“, berichtete Erster Stadtrat Wolfgang Exner, der an dem Erörterungstermin teilgenommen hat. Stattdessen konzentrierten sich die Gespräche in den vergangenen Monaten auf kleinräumige Verschwenkungen der Trasse. Bürgermeister Christian Vogt ergänzt: „Wir sind nun zu einer Stellungnahme aufgefordert. Wir kämpfen weiter mit allen Mitteln für die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Dies gelte besonders für den Korridor in Langenhain und Wildsachsen. Exner: „In Wildsachsen setzen wir uns über die Verschwenkung der Trasse hinaus auch für eine nötige Verbreiterung des Korridors ein, damit ein ausreichender Abstand zu Wohnbebauung möglich wird.“

Die Stadt Hofheim fordert weiterhin, dass die vorhandene Wechselstrom-Trasse, die nach bisherigem Stand auch für die neue Gleichstromleitung genutzt werden soll, verändert wird und dann zumindest einen Mindestabstand zur Wohnbebauung einhält.