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Letzte Aktualisierung: 15.10.2018

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Tolle Stimmung bei der Frankfurter Jubiläums-Wiesn

Dieser Artikel wurde eingestellt von Michael Hörskens

(21.09.2018) Das zehnte Frankfurter Oktoberfest hat ordentlich Fahrt aufgenommen. Bei der Jubiläumswiesn im Festzelt vor der Commerzbank-Arena strömen die Besucher in Scharen zu der Gaudi. „Die Frankfurter lieben ihr Oktoberfest auch nach zehn Jahren immer noch sehr“, stellt Patrick Hausmann fest, der gemeinsam mit seinem Bruder Dennis und Mit-Organisator Kai Mann das Fest veranstaltet.

Im hübsch ausgestalteten Festzelt der Familie Hausmann steppt beim Frankfurter Oktoberfest der Bär. Schon beim Eröffnungsabend mit der Oktoberfestband war die Hütte voll.
Foto: Hörskens
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In den gut vier Wochen zwischen dem Almauftrieb mit den Powerkrynern und einem Almabtrieb mit dem Heddemer Dreigestirn können sich Fans des zünftigen Feierns in der Heimat des deutschen Fußball-Pokalsiegers Eintracht Frankfurt noch bis zum 7. Oktober auf vielerlei Veranstaltungen vergnügen.

Begonnen hatte das Spektakel mit dem offiziellen Anstich des Festbierfasses durch Oberbürgermeister Peter Feldmann. Bevor das Stadtoberhaupt zur Tat schritt fand er noch deutliche Worte: „Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten durch Leute, die sich eine Bombe um den Bauch binden“, wetterte Feldmann. Dann schwang er den Hammer und mit nur einem Schlag beförderte er den Zapfhahn in das Fass auf der Bühne. „O’zapft is“ schallte es sogleich durch das hübsch dekorierte Festzelt, wo zudem riesige Kränze geschmückt mit der goldenen Ziffer Zehn von der Decke hingen. Oktoberfest-Botschafterin Sonya Kraus trat auch vors Mikrophon und berichtete stolz, dass sie gebürtige Frankfurterin ist, in der Uniklinik das Licht der Welt erblickte.

Danach heizte die Oktoberfestband mit flotten Rhythmen ordentlich ein. Mit „Fürstenfeld“ oder „Amsterdam“  präsentierten die Musikerinnen und Musiker auch eine musikalische Reise in unsere Nachbarländer Österreich und Niederlande, dabei standen schon bald viele begeisterte Besucher aus Nah und Fern auf den Bänken, schunkelten und sangen inbrünstig mit. Wie auch bei „YMCA“, einem Hit aus den 70er Jahren. Die allermeisten Gäste kamen in Trachtenmode und zeigten eindrucksvoll, dass auch hessische Madln und Buam  in dieser Bekleidung ein tolles Bild abgeben.

Schwerstarbeit leistete am Eröffnungsabend das Bedienungspersonal. Und stand dabei den Kolleginnen und Kollegen vom Original aus München nicht nach. Rekordverdächtig ein Kellner, der acht Maßkrüge schleppte und dazwischen noch ein Weißbier geklemmt hatte. Herrlich. Auch in diesem Jahr läuft auf dem Frankfurter Oktoberfest wieder das speziell für die Veranstaltung gebraute Festbier der Frankfurter Traditionsbrauerei Binding aus den Fässern. Ein vollmundiger, malzaromatischer Gerstensaft, überaus süffig im Geschmack. Bernsteinfarbig schimmert der labende Trunk in der Maß und kommt hervorragend an.

Hinter der Erfolgsgeschichte dieses Festbieres steckt das Geheimnis einer speziellen Rezeptur, verrät die Binding Brauerei. Dabei werden Hopfen, Wasser und Malz gebraut und mit Hefe aus eigener Reinzucht veredelt. Nach der extra langen Reifung im kühlen Lagerkeller wird der Jahrgang 2018 für kurze Zeit noch bei ausgewählten Gastronomiepartnern der Region ausgeschenkt. „Die Wiesn ist für Binding etwas ganz Besonderes“, erklärt Claudia Geisler, PR- und Marketingchefin der Brauerei. Das Bier komme aus dem Herzen Frankfurts unterstreicht sie und betont: „Wir sind stolz, dass wir auch das zehnjährige Jubiläum des Frankfurter Oktoberfestes als Bierpartner begleiten.“ Die Traditionsbrauerei aus der Mainmetropole  ist übrigens seit dem ersten hiesigen Oktoberfest mit von der Partie.

Neben der flüssigen Nahrung überzeugen auch die angebotenen Speisen. Der deftige Kalbsrückenbraten mit Knödeln mundet ebenso lecker wie die frischen Weißwürscht oder der pikante  „Obadzda“. Selbstredend sind beim Frankfurter Oktoberfest auch hessische Spezialitäten wie Handkäs‘ oder Griee Soß‘ mit Eiern auf der Karte zu finden. Und wer sich den Magen etwas zu voll geschlagen hat, der kann an einem speziellen Stand mit Hochprozentigem den Verdauungsprozess fördern, etwa mit einem „Mispelchen“.

Zurück zum Eröffnungsabend. Da gab es neben der Oktoberfestband noch den Auftritt des Schlagersängers Mickie Krause. Der versetzte das Publikum zwar mit seinen Liedchen in Hochstimmung, aber bei den Gästen schienen die Texte des Liedgutes nur eine sekundäre Rolle zu spielen. „Brennt die Hütte ab“ oder „Ich bin solo“ nach der Melodie von Rod Stewarts „Sailing“ dürften für Literaturpreise eher weniger in Frage kommen. Auch seine Kommentare wie „Jede Menge geiler Weiber hier“ traf nicht den jedermanns Geschmack. Nun denn. Wenn‘s ankommt.

„Wir waren sehr zufrieden mit unserem Eröffnungsabend“, bilanzierte Kai Mann und blickte auf die kommenden Oktoberfest-Tage: „Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen ist bereits restlos ausverkauft, die anderen Tage haben nur noch wenige Tickets.“ Man freue sich auf das weitere Programm. Und da gab und gibt es so einige Höhepunkte. Bei der „80er Wiesn“ verbreiteten Jimmie Wilson und die  original „WetterMädsche“ Dynelle Rhodes & Dorrey gute Laune. Hoch her wird es wieder  bei der „Hammer Wiesn“ mit Roy Hammer & den Pralinees am Mittwoch, 26. September, gehen. Tags darauf  wird das „Bergfest“ gefeiert, bei dem die Trenkwalder das Zelt zum Beben bringen.

Die „Einheits-Wiesn“ steigt am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Neben Jimmie Wilson und seiner Formation  tritt hier noch die Formation „The Hangover“ (Nomen est Omen?) auf. An diesem Tag gibt es auch ein Kinderprogramm: Von 10.30 bis 16 Uhr können sich die Kleinen gut betreut bei Spiel und Spaß vergnügen, während die Eltern fröhlich im Festzelt schunkeln. Das Ende des diesjährigen Frankfurter Oktoberfestes wird bei der „Endpurt-Wiesn“ am Freitag, 5. Oktober, eingeläutet, am Tag darauf startet der „Almabtrieb“ mit dem Heddemer Dreigestirn. Beim großen Finale am Sonntag, 7. Oktober, steht dann im Festzelt ein letzter zünftiger Frühschoppen mit den Kalbachern an.

Weitere Infos unter www.frankfurter-oktoberfest.de