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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Themennachmittag „Senioren im Straßenverkehr“ in Kriftel

von Adolf Albus

(05.09.2019) „Mobilität ist wichtig für Senioren, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, körperlich und psychisch gesund und geistig gefordert zu bleiben. Dazu gehört auch das Autofahren im Alter“, weiß Gabriele Kortenbusch, Seniorenberaterin im Krifteler Rathaus.

Der Anteil älterer Verkehrsteilnehmer werde aufgrund des demografischen Wandels weiter ansteigen: Geschätzt wird, dass in wenigen Jahren bereits ein knappes Viertel aller Verkehrsteilnehmer 65 Jahre oder älter ist.

Sie weist daher auf einen Informationsnachmittag hin, zu dem das Familienzentrum Kriftel am Dienstag, den 17. September, Interessierte um 16 Uhr ins Rat- und Bürgerhaus (Saal III) einlädt. Es referiert Dr. Sabine Löhr-Schwaab vom TÜV Hessen. „Hier soll vielseitig dargestellt, aber auch in einem aktiven Austausch besprochen werden, welche Herausforderung die Mobilität der Senioren für den einzelnen und die Verkehrssicherheit bedeuten“, so Kortenbusch. Eingeladen sind Senioren, aber auch ihre Angehörigen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Fahreignungstests oder neue Mobilitätskonzepte?

„Immer wieder werden ab einem bestimmten Alter verbindliche Fahreignungsuntersuchungen gefordert, die den individuellen Gesundheitszustand sowie die Fähigkeit zu einer sicheren Verkehrsteilnahme miteinbeziehen“, so die Referentin. „In Skandinavien setzt man auf dieses Verfahren, in Deutschland hingegen auf die Selbstverantwortung älterer Verkehrsteilnehmer.“

In angebotenen Vortrag sollen einerseits Zahlen, Daten und Fakten dargestellt werden, andererseits aber auch Kompensationsmöglichkeiten bestehender Defizite und Krankheitsbilder bei Senioren erläutert werden. Zudem wird der Fokus auf die Möglichkeit freiwilliger Eignungsuntersuchungen und alternativer Mobilitätskonzepte gelegt. „Deshalb kann die Frage nicht nur lauten, wie lange und unter welchen Bedingungen Ältere Auto fahren dürfen, sondern: Wie muss die Verkehrsumwelt künftig gestaltet werden, dass Ältere darin weiterhin mobil sein können, sei es mit, sei es ohne Auto“, so Dr. Sabine Löhr-Schwaab.