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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Tennisprofi Alexander Waske besuchte Zeilsheimer Tennisclub

von Heide Noll

(20.05.2019) Nicht entmutigen lassen. An sich arbeiten. Schwächen verbessern, Stärken stärken: Der frühere Tennis-Profi Alexander Waske besuchte den 1. Zeilsheimer Tennisclub und sprach über sich, den Sport und Tennis in Deutschland.

Bildergalerie
Junge Mitglieder des 1. Zeilsheimer Tennisvereins durften dank Reimund Bucher (li) mit Alexander Waske (hinten 2. v. li) trainieren
Foto: Heide Noll
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Auf de schönen Anlage des 1. Zeilsheimer Tennisclubs gab Ex-Prfi Alexander Waske dem Vereinsnachwuchs eine Trainingsstunde
Foto: Heide Noll
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Reimund Bucher, Vorsitzender des Tennisbezirks Frankfurt, hatte den Besuch als Geschenk zum 50-jährigen Bestehen des Clubs arrangiert. Alexander Waske erzählte, wie seine Karriere begann: mit Rückschlägen. „Ich bin mit zehn und 14 Jahren und dann nochmal mit 18 als untalentiert aussortiert worden“, berichtete er von vergeblichen Versuchen, besondere Förderung zu erlangen. „Mit 25 bin ich Profi geworden. Ein Jahr später war ich unter den ersten 100, noch ein Jahr später habe ich Geld verdient“, schildert er seinen Werdegang. Entscheidend dafür waren Studienjahre in den USA. Von seinem dortigen Hochschullehrer habe er viel gelernt, ohne ihn wäre er kein Tennisprofi geworden. „Erfolg hat, wer es immer wieder versucht, nach Niederlagen immer wieder aufsteht und weitermacht“, ist seine Maxime.

Waske, 44 Jahre alt, war aufschlagstarker Doppelspezialist. Er spielte im deutschen Davis-Cup-Team (ab 2004), war Gewinner des World Team Cups und holte auch ATP-Titel im Doppel. 2012 beendete er seine Profi-Karriere. Heute betreibt er eine Tennis-University, die neben anderen auch Angelique Kerber besucht hat. „Alle, die gut wurden, haben das nur über privates Engagement geschafft“, sagte er. Das Fördersystem des deutschen Tennisverbands für Talente sei nicht erfolgreich. Obwohl Waske große Stücke auf den hierzulande üblichen Vereinssport hält, vertrügen sich Ehrenamt und Profisport letzten Endes nicht. Es gebe zu wenig Kommunikation zwischen Vereins- und Verbandstrainern, es fehlten klare, individuelle Zielvorgaben und letzten Endes auch die Bereitschaft, beispielsweise an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten.

Zum Abschluss des interessanten Gesprächs zog Alexander Waske die Tennisschuhe an und gab den Vereinskindern eine kleine Übungsstunde.