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Letzte Aktualisierung: 10.12.2018

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Straßenverkehr: Im 3. Quartal 3.255 Staustunden weniger als 2017

von Helmut Poppe

(23.11.2018) Al-Wazir: "Auch Erfolg intelligenter Verkehrssteuerung. Weitere Maßnahmen in Vorbereitung". Der Verkehr auf hessischen Autobahnen ist auch von Juli bis September 2018 deutlich flüssiger gelaufen als im Vorjahr. Insgesamt standen die Autofahrer im zweiten Quartal 3.255 Stunden und damit gut 30 % weniger im Stau als im gleichen Zeitraum 2017. „Niemand steht gerne im Stau. Deshalb drehen wir an allen Stellschrauben, um den Verkehr so gut und intelligent wie möglich zu organisieren: Vom Baustellenmanagement über die schnelle Räumung von Unfallstellen bis hin zur temporären Seitenstreifenfreigabe“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden.

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Staustunden
Foto: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
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Staustunden
Foto: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
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„Der Rückgang der Staus im dritten Quartal um gut 30 Prozent zeigt, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind. Auch wenn ich weiß, dass die Verkehrsbelastung und damit die Staugefahr auf den Autobahnen insbesondere im Rhein-Main-Gebiet nach wie vor hoch ist.“

Mit dem Rückgang der Staustunden im dritten Quartal setzt sich ein Trend fort, der sich bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres zeigte. Auch von Januar bis März standen die Autofahrer in Hessen rund 1.100 Stunden weniger im Stau als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dies entsprach im ersten Quartal einem Rückgang um ca. 20 Prozent. Im zweiten Quartal 3.700 Staustunden weniger als 2017. Das entsprach einem Rückgang von gut 30 Prozent. „Das ist uns gelungen, obwohl wir auch in diesem Jahr wieder in Rekordhöhe ins hessische Autobahnnetz investieren und beispielsweise auf der A3 bei Idstein und der A 66 zwischen Frankfurt und Wiesbaden große Baustellen eingerichtet haben, um unsere Infrastruktur in Schuss zu halten. In den letzten Tagen sind auch die notwendigen Bauarbeiten an der Salzbachtalbrücke in die nächste Phase eingetreten und diese werden über mehrere Jahre zu Verkehrsbehinderungen und damit auch zu Staus führen. Aber diese Investitionen ins bestehende Autobahnnetz sind dringend notwendig, weil viele Brücken schlichtweg in die Jahre gekommen sind.“

Obwohl Hessens Autobahnen die höchste Verkehrsdichte aller Flächenländer aufweisen, haben laut ADAC-Ranking andere Bundesländer deutlich größere Stauprobleme. Hessen lag 2017 bundesweit auf einem Platz im Mittelfeld. „Nirgendwo sind jeden Tag so viele Autos unterwegs wie auf hessischen Autobahnen. Die Spitzenwerte im Rhein-Main-Gebiet liegen viermal so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Und die Tendenz ist weiter steigend“, so der Minister.

Zur weiteren Erhöhung des Verkehrsflusses auf der A 3 wurde vor kurzem zudem eine neue Streckenbeeinflussungsanlage mit integrierter Seitenstreifenfreigabe zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Frankfurt-Süd freigeben. Um den Verkehrsfluss auf der A 5 zwischen Darmstadt und der Landesgrenze zu Baden-Württemberg zu verbessern, ist zudem vorgesehen, eine temporäre Seitenstreifenfreigabe zwischen den Anschlussstellen Darmstadt-Eberstadt und Heppenheim in Fahrtrichtung Karlsruhe sowie überdies zwischen der Landesgrenze und der AS Darmstadt-Eberstadt in Fahrtrichtung Frankfurt am Main einzurichten. „Auch davon erhoffen wir uns weitere Entlastung auf diesem hochbelasteten Autobahnabschnitt“, so der Minister. In einem ersten Schritt wird hierzu im nächsten Jahr der Teilabschnitt zwischen Darmstadt-Eberstadt und der AS Seeheim-Jugenheim gebaut.