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Letzte Aktualisierung: 17.01.2018

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Straßenbau 2018 in Frankfurt: Jahresbauprogramm vorgestellt

von: Ilse Romahn

(12.01.2018) In einer der wirtschaftsstärksten Gegenden Europas ist ein funktionierendes Verkehrsnetz unverzichtbar. Frankfurt am Main boomt ungebrochen. Die wachsende Zahl an Menschen, die sich in der Stadt bewegen, hat ein Bedürfnis nach Mobilität.

„Diese Mobilität gewährleistet das Frankfurter Straßennetz mit rund 1.450 Kilometern“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling bei der Pressekonferenz des Amtes für Straßenbau und Erschließung am Donnerstag, 11. Januar. Um dies weiterhin zu garantieren, sei die regelmäßige Instandhaltung und Sanierung der Straßen, Brücken und Gehwege nötig. „In der Zukunft haben diese Erhaltungsmaßnahmen den größten Anteil an den Straßenbauprojekten des Amts für Straßenbau und Erschließung“, erläuterte die Amtsleiterin Michaela Kraft. Dazu kommen die Umgestaltung von Straßen und Plätzen sowie die Erschließung von Neubaugebieten, um den öffentlichen Straßenraum an die Bedürfnisse der Bürger anzupassen. Gleichzeitig entsteht neuer Wohnraum. Bei sämtlichen Baumaßnahmen wird der Radverkehr in die Planungen miteinbezogen. Zudem ist der Ausbau der Barrierefreiheit bei Gehwegen und Haltestellen selbstverständlich.

Gesamtvolumen für Baumaßnahmen: 31 Mio. Euro
Insgesamt rund 31 Millionen Euro stehen für die Realisierung der Baumaßnahmen zur Verfügung. Diese Summe setzt sich zusammen aus den Maßnahmen der Straßeninstandsetzung und der baulichen Erhaltung (rund 19 Mio. Euro), als auch den Maßnahmen der Brückenunterhaltung (rund 12 Mio. Euro).

Rund 100 Baustellen im Jahresbauprogramm
Rund 100 Baustellen verantwortet das Amt für Straßenbau und Erschließung im Jahr 2018. Alle Maßnahmen finden Eingang in das Jahresbauprogramm. Dieses Modul ermöglicht eine Gesamtübersicht über sämtliche geplanten und bestehenden Baustellen im Stadtgebiet. So können Synergieeffekte genutzt werden, um Bauvorhaben enger abzustimmen und gemeinsam umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, unter anderem mit dem Straßenverkehrsamt, der Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM), der Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), findet bereits statt. Mit diesem Programm können die Beeinträchtigungen für alle Verkehrsteilnehmer möglichst gering gehalten werden, da verschiedene Baumaßnahmen dank des Jahresbauprogramms gut koordiniert werden und gebündelt stattfinden.

Stets den Radverkehr berücksichtigt
Der Radverkehr in Frankfurt ist fester Bestandteil jeder Baumaßnahme. Ziel ist es, den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur für die Verkehrsteilnehmer sicher und konfliktfrei zu gestalten. Im Rahmen des Lückenschlussprogramms wird der Ausbau des Fahrradwegenetzes fortgeführt und beschleunigt. Der Magistrat fördert diese klimafreundliche Form der Mobilität zunehmend. Neben der Unterhaltung und Markierung von Radverkehrswegen kommen immer mehr doppelstöckige Fahrradabstellanlagen nach Frankfurt. Die erste steht seit August 2017 an der Konstablerwache. Im Februar 2018 wird je eine weitere Anlage am Park-and-Ride-Parkplatz Kalbach und am Bahnhof Rödelheim aufgestellt.

Baustelleninformation
Eine Straße wird wegen einer Baustelle gesperrt, die Verkehrsführung ist wegen einer Baustelle verändert, die Parkmöglichkeiten sind wegen einer Baustelle eingeschränkt. Die Frankfurter Bürger wollen wissen, warum eine Baumaßnahme erforderlich ist, wie lange sie dauert und welche Einschränkungen daraus entstehen. Das Amt für Straßenbau und Erschließung setzt auf eine offensive Baustellenkommunikation, um für Verständnis zu werben. Mit Bauschildern, Info-Flyern und Vor-Ort-Terminen werden Anwohner und Presse frühzeitig und umfassend informiert. Bei größeren Baumaßnahmen richtet das Amt ein Anwohnerinformationsmanagement ein. Dort kann die Bürgerschaft anrufen oder per E-Mail Informationen erhalten.

Ausblick
Die verkehrsgünstige Lage von Frankfurt am Main benötigt eine funktionierende Infrastruktur - das Amt für Straßenbau und Erschließung packt die vorgestellten Baumaßnahmen im Jahr 2018 an. Damit die Mobilität der Menschen auch in Zukunft gewährleistet ist.